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Migros - Ein M besser

Auf den Tisch statt in die Tonne

Sie geben Obst und Gemüse eine zweite Chance: Die Berliner Dörrwerk-Manufaktur verarbeitet Produkte mit optischen Mängeln zu Esspapier oder Chips. Den Knabberspass gibt es in ausgewählten Filialen der Migros Zürich zu kaufen.

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Früchte und Gemüse mit optischen Mängeln wie Dellen oder Flecken finden oftmals keinen Platz in den Regalen der Supermärkte. Um die geschmacklich einwandfreien Produkte dennoch zu verwerten, gründeten zwei Berliner die «Dörrwerk»-Manufaktur. So entstanden originelle Produkte mit einem besonderen Knusperfaktor.

Alternative Lösung

Der Arzt Zubin Farahani und der Betriebswirt Jonas Bieber suchten nach einer Lösung, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Ihr Ziel: Früchte und Gemüse zu retten und zu verarbeiten. Angetrieben von ihrer Idee kauften die beiden Berliner Restbestände von Bauern und Händlern auf und mieteten sich in einer kleinen Küche ein. Gemeinsam tüftelten sie aneinem Verfahren, um die aussortierte Ware zu einem schmackhaften Snack zu verarbeiten. «Wir erkannten schnell, dass Dörren die ideale Methode ist, um den natürlichen Geschmack der Produkte zu erhalten», so Jonas Bieber. «Wir waschen, schälen und zerkleinern die Früchte und verarbeiten sie anschliessend zu einem Fruchtpüree ohne künstliche Zusätze. Dieses kommt hauchdünn aufgetragen auf ein Blech und wird zwölf Stunden lang getrocknet.» Durch das schonende Verfahren entsteht ein knuspriges und süsses Fruchtpapier. In aufwendiger Handarbeit wird das Papier in kleine Stücke zerbrochen und in die Verpackungen gefüllt.

Was vor vier Jahren zu zweit begann, ist heute eine professionelle Produktionsstätte mit sieben Mitarbeitenden. Den kleinen Backofen und die Mietküche tauschten die Jungunternehmer nach kurzer Zeit gegen mehrere Öfen und eine grosse Industriehalle. «Unsere Geschäftsidee hat sich herumgesprochen. Immer mehr Produzenten kommen auf uns zu, wenn sie grössere Mengen an Obstbeständen haben, die sie nicht mehr an die Grossverteiler verkaufen können», erklärt Mitgründer Jonas Bieber. So brachte das schnell wachsende Unternehmen schon bald einen zweiten herzhaften Snack auf den Markt: die Tomatenchips. Anders als herkömmliche Chips ist der Tomatensnack nicht frittiert, sondern luftgetrocknet, genau wie das Fruchtpapier.

Von Berlin nach Zürich
Mit ihrem Engagement und ihren alternativen Lösungen für aussortierte Obst- und Gemüsebestände scheint das Berliner Unternehmen den Nerv der Zeit zu treffen. So überrascht es nicht, dass der «Dörrwerk»- Manufaktur auch ausserhalb Deutschlands die Aufmerksamkeit sicher ist. Die Migros Zürich entdeckte die Produkte der Berliner Firma im vergangenen Jahr und war sofort überzeugt. Bereits im Oktober fanden die getrockneten Tomaten den Weg in ausgewählte Filialen der Migros Zürich. Die Chips gibt es in drei schmackhaften Sorten von scharf über würzig bis mild: Chili und Zitrone, mediterran sowie pur. Ein halbes Jahr später doppelte die Detailhändlerin nach: Seit wenigen Wochen ist nun auch das Fruchtpapier in den Geschmacksrichtungen Ananas, Mango und Erdbeere erhältlich. «Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Produkte in Zusammenarbeit mit der  Migros Zürich nun auch in der Schweiz anbieten können. Wir hätten uns keine bessere Partnerin vorstellen können», freut sich Jonas Bieber.

Verköstigung
So vielseitig die einzelnen Früchte und Gemüse sind, so vielseitig sind auch die Einsatzmöglichkeiten der Dörrprodukte. Als Knabberspass für einen Filmabend, als würziges Extra für einen Salat oder als Zwischenmahlzeit auf Reisen – die Produkte von Dörrwerk sind immer eine kleine Zvieripause wert. Wer sich von den Dörrspezialitäten überzeugen lassen möchte, kann die Produkte am Freitag, 8., und Samstag, 9. Juni, in der Migros City in Anwesenheit der Produzenten verkosten.

 

Folgende Filialen führen das Premium Sortiment:

  • Egg
  • Erlenbach
  • Küsnacht
  • Shop Ville Zürich HB
  • Rüschlikon Parkside
  • Stäfa
  • Thalwil
  • Zollikon Dorf
  • Zumikon 
  • Zürich City
  • Roospark Wollerau