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Migros - Ein M besser

Pfisters Fisch

Remo Pfister ist Berufsfischer und Inhaber der Fischerei Pfister in Hombrechtikon. Einen guten Teil der gefangenen Zürichsee-Delikatessen bringt er direkt an die Fischtheke ausgewählter Migros-Filialen.

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Felchen, die sogenannten Brotfische, sind beliebt und von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für die Berufsfischer wie Remo Pfister.  

Lange bevor die Vögel ihr Morgenlied anstimmen, löst Remo Pfister am Steg in Feldbach bei Hombrechtikon die Leinen seines Bootes. Pfister ist einer von zehn Berufsfischern am Zürichsee, und dies seit über zwanzig Jahren. Mit seinem Vater Hansjörg hat er damals das gemeinsame Hobby zum Beruf gemacht. Auch wenn sich seither vieles verändert hat – bereut hat der gelernte Logistiker diesen Schritt noch nie.

Eine gehörige Portion Zufall
Fischen heisst – sich überraschen lassen. Sehr komplex sei das Zusammenspiel von Witterung, Strömungen, Launen der Fische wie auch dem Klimawandel, dessen Auswirkungen Pfister bei der Arbeit am eigenen Leib spürt. Öfter erinnert sich Pfister an die Anfangsjahre zurück. Damals gingen ihm an guten Tagen bis zu 200 Kilogramm Fisch ins Netz. Manchmal sogar mehr. Aber nicht nur die Menge, sondern auch die Vielfalt habe mit den Jahren stark abgenommen. Laut Experten ist das Problem vielschichtig. Eine Lösung sei zurzeit noch nicht in Sicht. 

Pfister fischt am liebsten etwas weiter draussen im See. Felchen haben es ihm angetan. Während das vergangene Jahr für Berufsfischer besonders schwierig war, füllen sich die Netze seit ein paar Wochen wieder merklich. Fisch für Fisch liest Remo Pfister an diesem frühen Morgen aus den feinen Maschen seiner Schwebenetze heraus. «Etwa 40 Kilogramm. Der heutige Fang kann sich sehen lassen. Und dass die Fänge zurückgegangen sind, hat wenigstens eine gute Seite: Der regionale Fisch ist wieder exklusiv geworden.»

Frischer geht es nicht
Bei Tagesanbruch hat Pfister alle Netze eingeholt und fürs erneute Auslegen am späteren Nachmittag fein säuberlich aufgereiht. Seinen silberglänzenden Fang – unter dichtem Eis begraben – bringt er an Land. Knapp zehn Minuten später verarbeitet der Familienbetrieb die fangfrischen Felchen zu Filets. Eine Nacht lang liegen die Fische im Kühlraum, bevor Remo Pfister sie am nächsten Morgen persönlich in die Filialen ausliefert. Diese Kühlung sei nötig und auch vorgeschrieben. An der Fischtheke der Migros Stäfa wird Pfister freudig erwartet. Martin Lendi von der Fischabteilung steht bereit und nimmt sechs Kilogramm Fisch in Empfang. Pfister bringt jeweils, was er hat. Lendi freut sich schon  darauf, wenn Zürcher Egli oder Hecht auch wieder verfügbar sind. Mit Felchen ist er im Moment aber ganz glücklich: «Die Leute haben viel nach den Felchen der Fischerei Pfister gefragt.» Wenn immer möglich bevorzuge die Migros Schweizer Fisch. Der Egli kommt zurzeit aus dem Wallis. 

Nachhaltige Delikatessen
Fisch und Meeresfrüchte erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit. Angeführt wird die Liste von Pangasius, Dorsch, Lachs, Thunfisch und Crevetten. Dabei macht Schweizer Fisch im gesamten Fischsortiment der Migros gerade mal fünf Prozent aus. Es liegt auf der Hand, dass der grosse Bedarf nicht allein mit nur heimischem Wildfang oder Zuchtfisch gedeckt werden kann. Weltweit gilt Fisch heute nicht mehr als ein endlos verfügbares, günstiges Lebensmittel, sondern als Delikatesse. 

Bewusster Konsum und ein kritischer Blick auf die Herkunft sei deshalb nötiger denn je, sagt Sandra Hinni, Meeresbiologin und Spezialistin für Nachhaltigkeitsfragen beim Migros Genossenschafts-Bund. «Bei der Definition von Nachhaltigkeit stützen wir uns auf die Bewertung des WWF. Alle unsere Fische und Meeresfrüchte sind gemäss WWF als empfehlenswert oder akzeptabel eingestuft. Oder sie sind nach den Richtlinien von ASC, MSC oder Migros-Bio zertifiziert.» 

Hinni hat volles Verständnis dafür, wenn Konsumenten vor lauter Labels den Fisch nicht mehr sehen. Die Expertin versichert deshalb: «Alle Fische und Meeresfrüchte in der Migros können mit gutem Gewissen konsumiert werden.» Das Engagement der Migros ist seit vielen Jahren führend und wegweisend. Dies auch dank enger Kontakte zu Produzenten und Lieferanten. Bei Fragen zum Thema Frischfisch berät gerne der Chefmetzger Kundinnen und Kunden direkt an der Fischtheke.