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Neuer Speicher für Solarstrom

Die Plus-Energie-Filiale Schlieren-Rietbach hat für ihre Fotovoltaik-Anlage neu einen riesigen Batteriespeicher erhalten. Mit der umweltfreundlichen Innovation auf Salz-Nickel-Basis kann sie nachts einen Teil ihres Stromertrags unabhängig vom Netz nutzen.

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Die Batterie besteht aus 24 Modulen mit je 22,5 Kilowattstunden Leistung. Sie benötigen etwa doppelt so viel Platz wie ein grösserer Kleiderschrank und wiegen etwa 7000 Kilogramm.

Mal ist sie stark, dann wieder lange inexistent. Die Rede ist von der Sonneneinstrahlung. Die Wetterabhängigkeit des Solarstroms stellt hohe Anforderungen an das Energiemanagement. Und selbst wenn die Sonne am Vortag für einen Stromüberschuss gesorgt hat, fehlt er in der Nacht – und muss aus dem Netz bezogen werden. Die Folge sind zeitweise sehr hohe Belastungen im Stromnetz. Gerade im lichtintensiven Sommer besteht wegen vieler Solarstrom-Erzeuger zu bestimmten Tageszeiten ein Überangebot. Batteriespeicher können diesen Effekt abschwächen. Doch sind sie in Gebäuden wegen ihrer Kosten noch wenig verbreitet. Der von der Genossenschaft Migros Zürich installierte Stromspeicher gehört in der Schweiz im Moment zu den grössten seiner Art. Dank seiner Kapazität von 540 Kilowattstunden ist er gut gewappnet, den Energiebedarf des Gebäudes während einer Nacht sicherzustellen.

Die Weiterentwicklung fördern
Zum Vergleich: Damit könnten fünfzig Einfamilienhäuser einen Tag lang mit Strom versorgt werden. Der Solarstrom der Filiale Schlieren-Rietbach kommt von der maximal 800 Kilowatt leistenden Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach, die mehr als 100 Prozent des im Gebäude benötigten Stroms erzeugt.«Wir wollten keinen Lithium-Speicher, wie er vor allem bei Elektroautos schon verbreitet ist, sondern setzten auf einen deutlich umweltfreundlicheren Salz-Nickel-Speicher. Diese wartungsarme und langlebige Technologie ist heute noch teurer, aber wir hoffen, mit diesem Pilotprojekt auch die Weiterentwicklung zu fördern. Zudem ist uns auch wichtig, Erfahrung zusammeln», sagt Projektleiter Andreas Frölich, Fachspezialist Energiemanagement bei der Genossenschaft Migros Zürich.

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Die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Migros Schlieren-Rietbach.