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Zürich liest

Im Rahmen von «Zürich liest» findet im Oktober in verschiedenen Micasa-Filialen zum zweiten Mal die Micasa Lese-Lounge statt. Dieses Jahr liest Tim Krohn aus seinem neuen Roman.

zuerich-liest-buchcover

Der Schweizer Autor Tim Krohn hat ein neues Buch geschrieben, «die heilige Henni der Hinterhöfe» heisst es. Darin erzählt er von Henni, die im Berlin der Zwischenkriegszeit aufwächst und schon früh prophezeit bekommt, dass sie zu etwas Höherem «jeborn» sei. Ihr Leben verläuft jedoch nicht in geraden Bahnen, dies ist der turbulenten Zeit geschuldet, in der sie aufwächst. Tim Krohn geht es ähnlich, stellt er den Roman nämlich just in der Corona-Zeit vor. Fast alle Lesungen in diesem Jahr wurden abgesagt und deshalb freut er sich nun umso mehr auf die vier Lesungen in der Micasa Lese-Lounge. Dort wird das Lesevergnügen sogar noch verstärkt, denn Autor und Publikum können es sich auf gemütlichen Betten, Sofas und Sesseln bequem machen.
Wir haben Tim Krohn zum Kurzinterview getroffen, um mehr über ihn und sein Buch zu erfahren.

Was ist das Besondere am Lesen in der Micasa Lese-Lounge?
Wenn ich Bücher schreibe, wünsche ich mir, dass die Menschen sie mit ins Bett nehmen, vielleicht gar wie die Kinder beim Einschlafen unters Kopfkissen legen. Bücher – und natürlich vor allem die Personen, die darin vorkommen – sind wie gute Freunde. Oder anders gesagt: Gute Bücher stellen eine Intimität und Geborgenheit her, die man im wirklichen Leben oft vermisst. Deshalb ist es richtig und natürlich, dass ich dort lese, wo die Menschen sich zu Hause fühlen, in ihrem Schlaf- oder Wohnzimmer. Eine Lesung in der Micasa Lese-Lounge ist fast so gut.

Gibt es ein Möbelstück, das in Ihrem Roman eine besondere Rolle einnimmt?
Abermals ein Bett, ein brüchiges diesmal. Henni hat kein Geld für Möbel. Ein Bein bricht immer wieder ab. Das ruft den Schreiner Bukofzer auf den Plan. Dem gelingt es in seiner locker-flockigen Art nicht nur, Hennis Bruder aus der Depression zu holen, in seiner Werkstatt macht Henni auch bittere Bekanntschaft mit dem Nationalsozialismus, denn Bukofzer ist Jude.

Über welches Möbelstück aus der heutigen Zeit hätte sich die «heilige Henni» am meisten gefreut?
Witzigerweise wurden viele der Möbel, die inzwischen als die Stilikonen schlechthin gelten, in Hennis Zeit entworfen. Der Bauhausstil ist heute wieder hochmodern, und ein so unzerstörbares und formschönes Stahlbett wie das von Alfred Roth hätte sie zweifellos geliebt.

Termine:
• 21. Oktober: Micasa Dübendorf, 18–19 Uhr
• 22. Oktober: Micasa-Lounge im Glattzentrum (UVE), 18–19 Uhr
• 23. Oktober: Micasa-Lounge im Stall 6, Gessnerallee 8, 8001 Zürich, 21–22 Uhr
• 24. Oktober: Micasa home Sihlcity (Centermall EG), 09.30–10.30 Uhr

Für die Lesungen braucht es keine Anmeldung, aber es herrscht Maskenpflicht und die Platzzahl ist beschränkt. Es gelten die Schutzkonzepte der Micasa-Filialen und Malls.

Weitere Informationen: www.zuerich-liest.ch

tim-krohn

Der Schweizer Autor Tim Krohn.