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Gemeinsam Bienen schützen

Ohne Biene fehlt es nicht nur an Honig

Sie ist unser kleinstes Nutztier: die Honigbiene. Weltweit werden etwa 80% aller Blütenpflanzen von Insekten und Bienen bestäubt, die Honigbiene deckt ein Drittel davon ab. Bienen sind aus diesem Grund ungemein wichtig für die Bestäubung von Obst und Gemüse.

Seit Ende der 1990er berichten Imker und Imkerinnen allerdings von einem abrupten Rückgang ihrer Bienenstämme. Die Hauptursachen für das Bienensterben sind nicht eindeutig geklärt. Die Gründe sind vielfältig, vermutet werden auch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Faktoren. Eine wichtige Rolle wird dem Verlust an Lebensraum und Blütenangebot, aufkommenden Parasiten und Krankheiten sowie dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zugeschrieben.

Die Biodiversität in der Stadt ist grösser. Die Bienen finden hier oft ein besseres Nahrungsangebot.

Mirjam Lendenmann, Hobby-Imkerin und Küchenchefin
Artenvielfalt
78%

aller Blütenpflanzen der gemässigten Breiten werden von Bienen und anderen Insekten bestäubt.

Artenvielfalt
4,5

Bienenvölker kommen in der Schweiz auf den km².

Im Vergleich zu anderen Ländern weist die Schweiz eine sehr hohe Bienendichte auf; insgesamt sind es ca. 165 000 Bienenvölker. Die Bestäubungsleistung von Kultur- und Wildpflanzen ist somit in der Schweiz gewährleistet.

Artenvielfalt
80%

für Lebensmittel essenzielle Kulturpflanzen hängen von Bestäubung ab.

Von den 109 wichtigsten Kulturpflanzen sind 80% der Arten von tierischen Bestäubern abhängig. Zu diesen Arten gehören wichtige Kulturpflanzen wie Apfel, Erdbeere, Mandel, Tomate oder Melone.

Artenvielfalt
Ca. 318 Mrd.

CHF beträgt der weltweite wirtschaftliche Nutzen durch Bestäubung.

Weltweit wird der ökonomische Wert der Bestäubungsleistung von Insekten in der Landwirtschaft pro Jahr auf weit mehr als 300 Milliarden CHF geschätzt.

So können Sie Bienen schützen!

Bild mit Hotspots

Wählen Sie einen Hotspot an, um mehr über den Punkt zu erfahren.

Infografik bestehend aus 5 Illustrationen (Wildsträucher, Honigglas, durchgestrichenes Spritzgerät für Pestizide, Blumenstrauss und Bienenhotel) rund um eine Biene, die eine Blume bestäubt.
  1. Tipp 1: Regionale Imkerprodukte kaufen

    Achten Sie beim Lebensmittelkauf auf diese nachhaltigen Labels!

  2. Tipp 2: Balkon und Garten bienenfreundlich machen

    Je vielfältiger, desto besser: Gestalten Sie Ihren Balkon oder Garten bienenfreundlich! Lassen Sie im Herbst verblühte Stauden ungeschnitten stehen. Bienen finden hier Unterschlupf für den Winter.

  3. Tipp 3: Wildblumen für ausreichend Nektar

    Pflanzen Sie Wildblumen und sorgen Sie so für ausreichend Nektar für heimische Bienen. Damit ist ihre Vermehrung gesichert – auch in der Stadt! Nutzen Sie hierfür heimische Wildpflanzen oder Kräuter.

  4. Tipp 4: Nein zu Pestiziden

    Verzichten Sie auf synthetische Pflanzenschutzmittel! Setzen Sie stattdessen auf biologische Pflanzenschutzmittel, z. B. von Migros Bio Garden. Achten Sie auf Anwendungsvorschriften und Warnhinweise.

  5. Tipp 5: Nistmöglichkeiten für Wildbienen bieten

    Es muss nicht gleich ein riesiges «Bienenhotel» sein, auch mit wenig Aufwand können Sie unseren Freunden helfen. Viele Wildbienen sind anspruchsvoll, daher kommt es auf die richtige Bauart an.

Nachhaltiger Honig

Helfen Sie, Bienen zu schützen, indem Sie beim nächsten Migros-Einkauf zu zertifizierten und regionalen Honigprodukten greifen.

In einer Schweiz ohne Insekten und Bienen

  • 1

    … müssten Landwirte und Landwirtinnen die Bestäubung vieler Pflanzen selbst übernehmen.

  • 2

    … vermissten Verbraucher und Verbraucherinnen im Supermarkt die vielfältige regionale Obst- und Gemüseauswahl.

  • 3

    … würden wir bald keine blühenden Wiesen mehr kennen.

  • 4

    … müssten wir auf Honig verzichten.

Honig aus der Region: Imker Albert Stirnimann aus Luzern verrät Spannendes über seinen Alltag mit mehreren tausend Bienen.

Was sind die Ursachen des Bienensterbens?

Die Hauptursachen für das Bienensterben sind nicht eindeutig geklärt. Die Gründe sind vielfältig, vermutet werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Faktoren. 

  • 1

    Nahrungsangebot

    Bienen brauchen das ganze Jahr hindurch Futter. Saisonale «Löcher» im Pollen- und Nektarangebot erschweren das Finden von Blüten und Habitaten.

  • 2

    Pestizide

    Gerade Monokulturen sind schädlingsanfälliger. Dies führt zu vermehrtem Einsatz von Gift, insbesondere von Neonicotinoiden, worunter die Bienen leiden.

  • 3

    Schädlinge und Krankheiten

    Die Varroamilbe als grösster Bienenschädling befällt die Bienenbrut und macht die Larven schwächer. Ausserdem überträgt sie Viren.

7 Fakten zur Honigbiene

Das ist unklar. Seit 2008 werden in der Schweiz dazu Daten erhoben. Die Verluste an Bienenvölkern schwanken dabei zum Teil erheblich. Die Wissenschaft hat aber noch nicht herausgefunden, warum das so ist. Man kann also auch nicht sagen, dass das Honigbienensterben zunimmt.

Honig enthält nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Vitamine und Mineralien. Bienen, die mit ihrem eigenen Honig gefüttert werden, leben länger. Ausserdem fliegen geschwächte oder kranke Bienen gezielt Pflanzen an, deren Nektar sie stärkt. Die Datenlage dazu ist aber noch nicht hundertprozentig klar.

Das liegt an den Importen aus fernen Ländern, in denen Honig günstiger produziert werden kann. Dieser Honig erreicht aber oft nicht die Qualität von Schweizer Honig.

Bei den Pflanzen, die durch Honigbienen bestäubt werden – wie Fruchtbäume und -sträucher –, würden die Erträge sinken, die Produkte würden sich verteuern. Durch den Import von Früchten würden wir das Problem der steigenden Preise erst einmal auslagern. Das wiederum würde eine grössere Abhängigkeit von ausländischen Produzenten bedeuten.

Da muss man unterscheiden: Die von Menschen gehaltenen Honigbienen haben einen ganz guten Puffer. Solange die Königin Eier legt, überlebt das Volk, selbst wenn ein paar Hundert Bienen sterben. Ganz anders sieht es insgesamt bei den oft allein lebenden Wildbienen und generell bei vielen Insekten aus: Sie sterben daran. Bei den Honigbienen der Imker sind diese Stoffe aber nicht das Hauptproblem.

Das Nahrungsangebot ist grösser, und es gibt keine Trachtlücken, also Zeiten, in denen nichts blüht. Viel interessanter ist aber, dass sich immer mehr Menschen mit den Bienen beschäftigen, Verständnis für sie und die Natur entwickeln. Und vielleicht im Garten einfach ein Stück Wiese nicht regelmässig, sondern nur zweimal pro Jahr mähen. Das hilft nicht nur den Bienen, sondern allen Insekten.

Es klingt banal: Am besten lässt man die Bienen machen. Damit hat man beispielsweise in Schweden und Holland sehr gute Ergebnisse erzielt. Es gibt aber nicht den einen Mechanismus. Es hat sich gezeigt, dass es nichts bringt, Bienenköniginnen aus anderen Ländern zu importieren. Nach unserer Erfahrung sind die Bienen, die in der Schweiz vorkommen, die besten Bienen für die Schweiz. Die Bienen werden das schaffen. Sie helfen sich selbst und entwickeln Strategien im Umgang mit der Milbe. Das geht aber nur langsam voran.

Das tut die Migros für das Wohl der Bienen

Um die Bienen zu schützen, setzt die Migros verschiedene Massnahmen und Projekte um.

Podcast «Chrut und Rüebli»: So gut geht es den Bienen in der Stadt

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