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Migros - Ein M besser

Food Waste in der Industrie

Lebensmittelabfälle: Wir zeigen Einsatz!

Nicht nur in Schweizer Privathaushalten, sondern auch in der Lebensmittelverarbeitung werden sehr viele geniessbare Lebensmittel verschwendet. In der Schweiz sind das laut dem Bundesamt für Umwelt pro Jahr rund 2,8 Mio. t Lebensmittel über alle Stufen der Lebensmittelkette im In- und Ausland hinweg. Darunter leidet vor allem die Umwelt und das Klima. Deshalb setzen wir alles daran, die Verluste in der Migros-Industrie so gering wie möglich zu halten. Erfahren Sie mehr!

Vier Frauen mit Haarschutz und Handschuhen arbeiten an der Herstellung von Butterzöpfen in einer industriellen Halle.

Food Waste: Vermeidbarer Abfall

Hergestellte Lebensmittel landen im Optimalfall auf dem Teller. Denn nicht gegessene oder nicht weiterverarbeitete Lebensmittel sind nicht nur ethisch problematisch, sondern tragen auch zum unnötigen Ressourcenverbrauch und zum Klimawandel bei.

Food Waste
Ca. 1/3

aller Lebensmittel gehen entlang der Wertschöpfungskette verloren.

Obwohl es im In- und Ausland viele Menschen gibt, die unter der Armutsgrenze leben und dringend auf Lebensmittel angewiesen sind, gehen weltweit entlang der Wertschöpfungskette viele Lebensmittel verloren.

Food Waste
963 000 t

Food Waste entstehen pro Jahr in der Schweizer Lebensmittelindustrie.

Die Hauptgründe für die Verluste sind unter anderem ein fehlender Absatzmarkt für Nebenprodukte (z. B. Molke, Kleie, Innereien) sowie der Stand der Technik. Etwa 3/4 der Lebensmittelabfälle wären vermeidbar.

Food Waste
2/3

der gesamten Schweizer Lebensmittelverluste sind vermeidbar.

Rund 2/3 aller Lebensmittelverluste, die auf dem Weg vom Acker bis auf den Teller in der Schweiz entstehen, sind vermeidbar. Das restliche Drittel sind unvermeidbare Abfälle wie Knochen oder Schalabfälle.

Food Waste
25%

der Umweltbelastung der Schweizer Ernährung entstehen durch Food Waste.

Die industrielle Lebensmittelverarbeitung ist dabei für 27% der Umweltbelastung verantwortlich.

Migros-Industrie: unser Engagement

Um unsere Umwelt zu schützen, übernehmen wir Verantwortung! Dabei wollen wir Abfall vermeiden und unvermeidbare Abfallmengen so weit als möglich hochwertig recyclen und in den Stoffkreislauf zurückführen. Fortlaufend ermitteln wir weitere Potenziale zur Reduktion des Abfalls, entwickeln neue Prozesse und sensibilisieren unsere Mitarbeitenden.

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    Vermeidung

    Allem voran wollen wir Abfall vermeiden. Z. B. mit modernen Produktionsanlagen oder Lebensmittelabgaben an soziale Institutionen.

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    Tierfutter

    Aus unvermeidbaren Lebensmittelabfällen stellen wir grösstenteils Tierfutter für Nutz- oder Haustiere her.

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    Stofflich-energetische Verwertung

    Lebensmittelabfälle werden u. a. stofflich zu Dünger, Kompost und Biogas für Treibstoff oder die Wärme-/Stromproduktion verwertet.

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    Verbrennungsanlagen

    Ein kleiner unvermeidbarer und nicht recyclebarer Teil der Lebensmittelabfälle wird in Kehrichtverbrennungsanlagen verwertet.

Grüne Beispiele aus der Migros-Industrie

Seit Ende 2020 arbeitet die Migros-Industrie mit Too Good To Go zusammen. Mit der kostenlosen App Too Good To Go werden Sie selbst Lebensmittelretter*in und können Überraschungspäckli in unseren Shops abholen. Zwei Micarna-Shops sind bereits am Start, aus anderen Betrieben der Migros-Industrie folgen weitere im Jahr 2021. Wir freuen uns auf Sie!

Seit 2017 trennen wir die unvermeidbaren Nebenprodukte, die bei der Herstellung von Kapselkaffee anfallen: den Kaffee und die Plastik- und Alukapseln. Das Kaffeepulver wird vergärt oder als Zusatz für Tierfutter eingesetzt. Die Kapseln werden rezykliert. Seit Januar 2019 reduzieren wir den Kaffeeabfall zusätzlich, indem ein Teil der anfallenden Nebenprodukte wieder aufgeschlitzt und der Kaffee in den Produktionsprozess zurückgeführt wird.

Mit chemischem Recycling, technischem Fortschritt und innovativer Produkte zeigt Micarna, wie sich nachhaltige Massnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen umsetzen lassen. Und das mit Erfolg!

Vom Frittieröl zum Biodiesel

Durch chemisches Recycling gewinnen wir aus Frittieröl Biodiesel. Im Jahr 2019 waren es 17,18 t – eine prima Einsparung in der Wertschöpfungskette von Micarna.

Weniger Abfälle durch technischen Fortschritt

Unsere vollautomatische Ausbeinanlage lässt weniger Fleisch am Knochen zurück als die manuelle Ausbeinung. Damit sparen wir eine Menge vermeidbarer Lebensmittelabfälle!

Projekt «nose to tail»

Micarna erhöht dank innovativer Artikel die Wertigkeit weniger nachgefragter Stücke. So soll möglichst das ganze Tier als Lebensmittel verwertet werden. Dazu hat Micarna ein Pionierprojekt gestartet, in dem Hühner- und Schweinefüsse in ausgewählten Restaurants asiatischen Touristen angeboten werden. In asiatischen Ländern werden diese nämlich als Delikatesse verehrt. So wurden im Jahr 2019 etwa 30 t Schweinefüsse an Schweizer Restaurants geliefert und erfolgreich verwertet. 

Kaum vorzustellen, aber wahr! JOWA, die Bäckerei der Migros und das grösste Unternehmen der Migros-Industrie, stellt aus nicht verkaufbarem Brot Bier her. Damit sparen wir jährlich eine Summe von etwa 15 000 kg Food Waste.

Auch Bischofszell Nahrungsmittel (BINA) setzt sich gegen vermeidbare Lebensmittelabfälle ein. Das Unternehmen verwertet Kartoffelabschnitte für Kartoffelflocken und Kartoffelmehl als Tierfutter.

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