Navigation

Migros - Ein M besser

Nachhaltig sein:

Wir reden nicht nur drüber, wir machen es. Mehr erfahren!

M-Check: 100% transparent

Nachhaltiges Einkaufen leicht gemacht

Wie nachhaltig ist ein Produkt wirklich? Die Antwort ist nicht immer ganz einfach. Vieles ist schon top. Doch über den Rest redet keiner. Das geht besser, dachten wir uns. Und haben den M-Check weitergedacht. Schritt für Schritt führen wir auf allen 250 Eigenmarken und Labels eine Nachhaltigkeitsskala ein. Diese bewertet die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit, wie zum Beispiel Tierwohl oder Klima, mit 1 bis 5 Sternen. Auch Widersprüche in den einzelnen Dimensionen werden übersichtlich dargestellt. Das macht den M-Check 100% transparent.

M-Check im Überblick

Klicken Sie einfach auf die Kacheln, und erfahren Sie, wie bewertet wird.

tile icon
Tierwohl
schliessen

Tierwohl

Was und wie wird bewertet? 

Unser unabhängiger Partner, die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, bewertet zehn verschiedene Kriterien. Diese sind vorgegeben und auf die einzelnen Tiergattungen zugeschnitten.
In jeder Kategorie können zwischen 1 und 5 Punkte erreicht werden. Aus diesen 10 Werten errechnet sich dann ein finaler Wert, der auf einen Sternwert von 1 bis 5 mathematisch gerundet wird.

Folgende Kriterien werden bewertet:

  1. Auslauf im Freien: Haben die Tiere regelmässig Auslauf, und können sie wann immer möglich auf die Weide?
  2. Stallhaltung: Entsprechen die Ställe den Bedürfnissen der Tiere?
  3. Futter und Wasser: Gibt es für die Tiere genügend Fressplätze sowie Futter und Wasser in guter Qualität?
  4. Kontrollen: In welchen Abständen finden die Kontrollen statt (jährlich, alle zwei Jahre usw.), und sind die Kontrollorgane zertifiziert und auch unabhängig?
  5. Luftqualität, Umgebung usw.: Wird der Stall ausreichend belüftet? Gibt es Abkühlungsmöglichkeiten? Und wie sind die Lichtverhältnisse?
  6. Medikamente: Werden die Vorgaben zum Medikamenteneinsatz eingehalten? Und werden Antibiotika nur eingeschränkt verwendet?
  7. Unversehrtheit der Tiere: Erhalten die Tiere regelmässige Klauenpflege und Enthornung? Kommt es zum Einsatz von Saugringen? Werden Schnäbel gestutzt und Schwänze coupiert?
  8. Warenfluss: Ist durch die Sicherstellung der Kennzeichnung eine lückenlose Nachverfolgbarkeit garantiert?
  9. Zucht: Ist die Aufzucht im Beisein der Mutter erfolgt? Werden die Tiere in Gruppen gehalten, und geniessen sie auch weiche, gut eingestreute Unterlagen?
  10. Transport: Werden die Tierschutzverordnung, die STS-Richtlinien, die Bio-Richtlinien und die EU- Tierschutzverordnung eingehalten?

Die M-Check Beurteilung im Bereich Tierwohl wird aufgrund von vorliegenden Unterlagen wie nationalen Tierschutz Vorgaben und Richtlinien von Label-Programmen gemacht. Falls keine Unterlagen vorliegen, wird 1 Punkt vergeben.

M-Check_Infolay_HAFL_DE.jpg
tile icon
Klima
schliessen

Klimaverträglichkeit

Was und wie wird bewertet?

Gemeinsam mit der Ökobilanzierungsfirma treeze und der Beratungsfirma Intep haben wir die CO2-Bilanzen unserer Produkte berechnet. In die Berechnung fliesst die gesamte Ökobilanz des Produkts mit ein: vom Anbau über den Einsatz von Wasser und Dünger sowie die Futtermittel bis hin zum Transport und zur Verpackung.

Doch nicht jedes Produkt kann einzeln bewertet werden. Deshalb wurden die Produkte in Gruppen eingeteilt. So wurde beispielsweise für jeden Apfel im Sortiment ein Durchschnittswert für Äpfel verwendet. 

Für so viel CO2 steht ein Stern:

*****
0–0,9 CO2eq/kg: 5% der Produkte mit dem tiefsten Emissionsfaktor. Kaufen Sie vor allem Produkte dieser Kategorie ein, können Sie Ihren CO2-Fussabdruck sehr stark reduzieren.

****
1–1,9kg CO2eq/kg: 5% der Produkte mit dem zweittiefsten Emissionsfaktor. Kaufen Sie vor allem Produkte dieser Kategorie ein, können Sie Ihren CO2-Fussabdruck wesentlich reduzieren.

***
2–4,7 kg CO2eq/kg:
15% der Produkte mit dem dritttiefsten Emissionsfaktor. Wir befinden uns immer noch im besten Viertel des Sortiments.

**
4,8–9,9 kg CO2eq/kg: Diese Produkte sind bezüglich Emissionen in der besseren Hälfte des Sortiments.

*
> 10 kg CO2eq/kg: Hier sind die 50% der Produkte mit dem höchsten Emissionsfaktor. Wenn, dann sind diese Produkte bewusst und nur in kleinen Mengen zu konsumieren.

M-Check_Infolay_TreezeLogo.jpg

Wir sind nicht 100% nachhaltig.
Aber 100% transparent.

Nach und nach werden mehr Migros-Produkte die neue Nachhaltigkeitsskala erhalten. Auch die Produkte, die nicht als nachhaltig eingestuft sind. Hier eine Auswahl der ersten Produkte mit dem M-Check: Mit diesen geht es los. Erfahren Sie anhand dieser Beispiele, wie die Sterne für Tierwohl und Klimaverträglichkeit berechnet werden.

M-Check-Page-Linking_Rahm_960x720.jpg

M-Check: Berechnung für Heidi Vollrahm

M-Check-Page-Linking_Poulet_960x720.jpg

M-Check: Berechnung für M-Classic Minifilets

M-Check: 100% Transparenz in der Nachhaltigkeit

Fragen und Antworten zum M-Check allgemein

Unser Ziel ist, dass alle Eigenmarken und Labels der Migros den M-Check tragen werden. Dies sind aktuell rund 250 Marken und Labels, was einem Sortimentsanteil von 80% entspricht. Um keine Verpackung zu vernichten, starten wir mit rund 100 Produkten und führen dies Schritt für Schritt fort.

Etwa 80% unseres Sortiments sind Eigenmarken. Daher können wir eine Nachhaltigkeitsbewertung wie den M-Check über alle Produktgruppen hinweg umsetzen. Im Sinne einer umfassenden Transparenz wäre es aber auch für uns wünschenswert, wenn andere Hersteller eine solche Produktbewertung für Nachhaltigkeit übernehmen würden.

Jede Dimension der Nachhaltigkeit wurde mit einem externen Partner erarbeitet. Das Bewertungssystem mit seinen Kriterien gründet daher auf wissenschaftlichen Grundlagen.
Für die Dimension Klima hat die Ökobilanzierungsfirma treeze die Bewertung vorgenommen. Zusätzlich erfolgte eine Überprüfung der Bewertung durch die Stiftung myclimate.
Für die Dimension Tierwohl hat die Fachhochschule der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) alle Tiergattungen und Haltungssysteme nach verschiedenen umfassenden Kriterien analysiert und dann die Einteilung vorgenommen.

Die Einteilung, ob ein Produkt 1 oder 5 Sterne hat, basiert auf den transparenten Bewertungsgrundlagen unserer Partner.

Klima

Beim Klima setzt sich die Bewertung wie folgt zusammen:

5 Sterne: 5% des Sortiments (0-0.9 kg CO2eq/kg)

4 Sterne: 5% des Sortiments (1-1.9 kg CO2eq/kg) 

3 Sterne: 15% des Sortiments (2-4.7 kg CO2eq/kg)

2 Sterne: 25% des Sortiments (4.8-9.9 kg CO2eq/kg)

1 Stern: 50% des Sortiments (>10 kg CO2eq/kg)

Kurz gesagt: Alles über 10 kg CO2eq pro kg Produkt fällt in die schlechteste Klimakategorie. Auch diese Einteilung haben wir mit den externen Partnern treeze, myclimate und WWF diskutiert und validiert.

 

Tierwohl

Beim Tierwohl werden 10 verschiedene Bereiche beurteilt. In jedem Bereich können zwischen 1 und 5 Punkte erreicht werden. Aus diesen 10 Beurteilungskriterien errechnet sich dann ein finaler Wert, welcher mathematisch auf einen Sternwert von 1 bis 5 gerundet wird.
Die 10 Bereiche fliessen aber nicht alle gleich gewichtet in die Bewertung mit ein. So werden die Bereiche je nach den Bedürfnissen der Tiergattung gewichtet. Der Bereich «Kontrolle» hat bei allen Gattungen beispielsweise eine hohe Gewichtung, da griffige Kontrollen für die Durchsetzung der entsprechenden Produktionsrichtlinien matchentscheidend sind. Gerade Missstände in der Tierproduktion werden leider aufgrund von mangelnden Kontrollen zu spät aufgedeckt.

Ganz einfach: Stellen Sie sich die fünf Sterne wie eine Hotelbewertung vor. Das Produkt schneidet sehr gut ab, wenn es in einer Nachhaltigkeitsdimension fünf Sterne bekommt. Erhält das Produkt aber nur einen Stern, dann gibt es noch ausreichend Verbesserungspotenzial.

Wir starten im März 2021 mit den zwei Bereichen Klima und Tierwohl, da diese von unseren Kunden als die relevantesten im Kaufentscheid eingestuft werden. Weitere Bereiche folgen kontinuierlich.

Der M-Check ist kein Label, sondern dient mit ergänzenden Nachhaltigkeitsbewertungen auf der Produktrückseite zu mehr Klarheit beim Kaufentscheid. Bestehende Label-Zertifizierungen bleiben weiterhin bestehen. Der M-Check ist eine Nachhaltigkeitsskala, die alle Eigenmarken und Labels für die Kunden vereinfacht einstuft und im Sinne einer vollständigen Transparenz über nicht zertifizierte Produkte hinausgeht. Dritte unabhängige Partner wie die Ökobilanzierungsfirma treeze für Klima sowie die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) für Tierwohl stehen für die Bewertungen ein.

Die ersten Produkte sind ab KW 12 2021 mit dem neuen M-Check versehen, danach werden die Verpackungen kontinuierlich umgestellt. Die Umstellung der Produkte mit bestehendem M-Check, bei denen die aktuellen Mehrwerte ausgelobt werden, werden ebenfalls rollierend auf die Sternebewertung umgestellt. Mittelfristig werden alle Eigenmarken und Labels die neue M-Check-Produktbewertung tragen.

Wir starten mit Produkten im Bereich Fleisch sowie Milchprodukten. Danach werden kontinuierlich alle Verpackungen angepasst. Wir verfolgen den konsequenten Ansatz, keine Verpackungen zu vernichten.

Fragen und Antworten zur Tierwohlbewertung

Beim Tierwohl werden 10 verschiedene Bereiche beurteilt. In jedem Bereich können zwischen 1 und 5 Punkte erreicht werden. Aus diesen 10 Beurteilungskriterien errechnet sich dann ein finaler Wert, welcher mathematisch auf einen Sternwert von 1 bis 5 gerundet wird.

  1. Auslauf im Freien: Haben die Tiere regelmässig Auslauf und können sie, wann immer möglich, auf die Weide?
  2. Stallhaltung: Entsprechen die Ställe den Bedürfnissen der Tiere?
  3. Futter und Wasser: Gibt es für die Tiere genügend Fressplätze sowie Futter und Wasser in guter Qualität?
  4. Kontrollen: In welchen Abständen finden die Kontrollen statt (jährlich, alle zwei Jahre etc.) und sind die Kontrollorgane zertifiziert wie auch unabhängig?
  5. Luftqualität, Umgebung etc.: Wird der Stall ausreichend belüftet? Gibt es Abkühlungsmöglichkeiten? Und wie sind die Lichtverhältnisse?
  6. Medikamente: Werden die Vorgaben zum Medikamenteneinsatz eingehalten? Und werden Antibiotika nur eingeschränkt verwendet?
  7. Unversehrtheit der Tiere: Erhalten die Tiere eine regelmässige Klauenpflege und Enthornung? Kommt es zum Einsatz von Saugringen? Werden Schnäbel gestutzt und Schwänze coupiert?
  8. Warenfluss: Ist durch die Sicherstellung der Kennzeichnung eine lückenlose Nachverfolgbarkeit garantiert?
  9. Zucht: Erfolgte die Aufzucht im Beisein der Mutter? Werden die Tiere in Gruppen gehalten und geniessen sie auch weiche, gut eingestreute Unterlagen?
  10. Transport: Werden die Tierschutzverordnung, die STS-Richtlinie, die Biorichtlinien und die EU-Tierschutzverordnung eingehalten?

Die M-Check Beurteilung im Bereich Tierwohl wird aufgrund von vorliegenden Unterlagen wie nationalen Tierschutz Vorgaben und Richtlinien von Label-Programmen gemacht. Falls keine Unterlagen vorliegen, wird 1 Punkt vergeben.

Die Schlachtung wird in der aktuellen M-Check-Tierwohlbewertung nicht betrachtet. Die Bewertungskriterien werden jedoch ständig geprüft und auch erweitert, sodass in Zukunft auch die Schlachtung in die Bewertung inkludiert werden könnte.

Ja. Es wurde der gleiche Massstab für Schweizer und ausländische Produkte angewandt. Entscheidend für das Tierwohl sind die relevanten Bereiche und Kriterien je Gattung. In der Schweiz ist die Produktion generell gut dokumentiert (über Tierschutz-Vorgaben, Richtlinien etc.) – entsprechend kann hier eine solide Bewertung vorgenommen werden. Im Ausland fehlen diese Transparenz und damit die Dokumentation zum Teil. Entsprechend wird dies mit einem Stern bewertet. Wir arbeiten mit unseren Lieferanten an besserer Transparenz in der ausländischen Produktion – erst wenn diese gegeben ist, wird es zu einer neuen Bewertung führen.

Die beispielhaften Tierwohl-Bewertungen für den Heidi Vollrahm und die M-Classic Minifilets sind online einzusehen. Die Bewertungen wurden durch die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) vorgenommen.

Sämtliche Produkte in der Migros, welche einen tierischen Rohstoff zu mindestens 20% enthalten (Gewicht) oder bei denen der tierische Rohstoff charaktergebend ist (Rohstoff wird im Namen oder auf der Packung ausgewiesen), werden durch den M-Check bewertet.

Im Beispiel Wurst-Käse-Salat wären also verschiedene Fleisch- (Wurst) und Milchproduktionssysteme (Käse) betroffen. Für die finale Bewertung ist der am schlechtesten bewertete Rohstoff ausschlaggebend.

Fragen und Antworten zu Klimabewertung

Unsere Marktforschung hat gezeigt, dass eine sortimentsspezifische Skala für Kunden nicht verständlich ist. 3 Sterne auf einer Milch würden dann etwas anderes bedeuten als 3 Sterne auf einer Gurke.

Eine sortimentsspezifische Skala würde auch dazu führen, dass es beispielsweise Fleischprodukte mit 5 Sternen im Bereich Klima gäbe. Damit würden wir implizieren, dass Fleisch klimafreundlich ist. Unser Ziel mit dem M-Check ist, mit Transparenz den nachhaltigen Konsum zu fördern und mit der Sternebewertung auf emissionsstarke Produkte hinzuweisen.

Dies mag auf den ersten Blick tatsächlich nicht intuitiv erscheinen. Der Milchsektor in der Schweiz ist effektiv einer der grossen Treibhausgasemittenten in der Landwirtschaft. Dabei wird aber gerne vergessen, dass Milch zu einem grossen Teil aus Wasser besteht. Deshalb fallen die Emissionen pro Liter Milch (1.3 kg CO2eq pro kg Milch) relativ gering aus. Anders sieht es bei Milchprodukten wie etwa Käse aus: Pro Kilogramm Käse werden bis zu 10 Liter Milch benötigt. Die Milch wird sozusagen «aufkonzentriert». Diese Produkte schneiden in der Klimabilanz entsprechend schlechter ab.

Dies mag auf den ersten Blick tatsächlich nicht intuitiv erscheinen. Der Milchsektor in der Schweiz ist effektiv einer der grossen Treibhausgasemittenten in der Landwirtschaft. Dabei wird aber gerne vergessen, dass Milch zu einem grossen Teil aus Wasser besteht. Deshalb fallen die Emissionen pro Liter Milch (1.3 kg CO2eq pro kg Milch) relativ gering aus. Der Unterschied zu pflanzlicher Milch (ca. 0.6 kg CO2eq pro kg Pflanzenmilch) ist daher nicht so gross.

Die Klimaskala ist nicht produktkategoriespezifisch, sondern erstreckt sich über das gesamte Sortiment. Da Rindfleisch im Vergleich zu einer Gurke viel klimaintensiver ist, fällt es in die schlechteste Kategorie. Bei Rindfleisch ist vor allem die Aufzucht und Fütterung klimaintensiv, der Transport spielt eine untergeordnete Rolle (ausser Flugtransport). Zwar gibt es auch hier Unterschiede in der Klimabilanz bei Fleisch aus Übersee und der Schweiz, beides stösst aber über 10 kg CO2eq aus, sodass beides mit einem Stern bewertet wird.

Pouletfleisch schneidet bspw. im Vergleich zu Rindfleisch immer besser ab, da die Rinderaufzucht viel mehr CO2 emittiert als die Geflügelaufzucht. Das ist unabhängig von der Marke Optigal. Bei Optigal setzen wir aber auf eine ressourceneffiziente Produktion. Die klimafreundliche Ausgestaltung der Betriebe wirkt sich nun auf die Sternebewertung aus (siehe http://www.reise-des-optigal-poulets.ch/). So können wir unser eigenes Pouletfleisch im Vergleich zu anderen Poulets differenzieren. 

Die relativ gute Bewertung mit 3 Sternen resultiert v.a. aus der Tatsache, dass die Migros den für die Poulet-Fütterung wichtigen Rohstoff Soja aus Oberitalien bezieht – und nicht aus Südamerika. Die zertifizierte europäische Soja für Optigal hat eine klar bessere Klimabilanz als diejenige aus Südamerika.

In die Berechnung fliesst die gesamte Ökobilanz des Produkts ein: Vom Anbau über den Einsatz von Wasser und Dünger, über die Futtermittel bis hin zum Transport und zur Verpackung ist alles mit eingerechnet. Für die Dimension Klima hat die Ökobilanzierungsfirma treeze für uns eine erste Einstufung vorgenommen. Die Stiftung myclimate hat dies dann zusätzlich validiert. Im Kern wurden allen Produktkategorien Emissionswerte aus international anerkannten Datenbanken zugeordnet. Für klimarelevante Bereiche wie Fleisch sind wir noch weiter gegangen und haben spezifische Ökobilanzen für die einzelnen Produkte erstellt. So kann die Wertschöpfungskette detailliert abgebildet werden. 

Anhand dieser Werte erfolgte dann die Einordnung des Sortiments auf der Klimaskala von 1 bis 5 Sternen. 50% der Migros-Produkte erhalten beim Klima 1 Stern. Nur 5% der Produkte erhalten 5 Sterne:

5 Sterne: 5% des Sortiments

4 Sterne: 5% des Sortiments

3 Sterne: 15% des Sortiments

2 Sterne: 25% des Sortiments

1 Stern: 50% des Sortiments

Kurz: Alles über 10 kg CO2eq pro kg Produkt fällt in die schlechteste Klimakategorie.

Auch diese Einteilung haben wir mit den externen Partnern treeze, myclimate sowie WWF diskutiert und validiert.

Einige Produkte werden aus Saisonalitätsgründen eingeflogen. Dies beeinflusst die Klimabilanz eines Produktes enorm. Da sich dies je nach Charge ändern kann, stellen wir beide Werte transparent dar. Auf dem Produkt im Laden ist jeweils ersichtlich, ob es sich um eine geflogene Charge handelt oder nicht (mit der Deklaration «by air» direkt auf dem Produkt oder am Steller).

Der Transport spielt bei Klimabilanzen eine untergeordnete Rolle, ausser das Produkt wird geflogen. Entscheidend sind die landwirtschaftliche Produktion, bei tierischen Produkten die Haltung und Fütterung, sowie Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Diese Produktionsmethoden sind je nachdem im Ausland dieselben wie in der Schweiz, daher verändert sich die Klimabilanz nicht gross. Bei dem gleichen Produkt aus dem Ausland und der Schweiz wird somit die Klimabilanz gleich bewertet. 

Die Verpackung spielt bei Klimabilanzen eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind die landwirtschaftliche Produktion, bei tierischen Produkten die Haltung und Fütterung, sowie Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Daher ändert die Verpackung an der Klimabilanz des Produktes sehr wenig und deshalb verändert sich die Sternebewertung auch nicht. Ein Produkt  mit einer Plastikverpackung hat genau gleich viele Sterne wie ein Produkt im Glas.

Sah der M-Check nicht anders aus?

Richtig! Wir haben den M-Check optimiert. Die neue Nachhaltigkeitsskala bietet Ihnen eine lückenlose Transparenz beim Einkauf.

Weiterführende Themen