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Torffreie Erde

Umweltschutz im eigenen Garten

Gärtnern liegt im Trend – ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im Innenraum. Ein nachhaltiges Hobby, denn die Gartenarbeit fördert die Biodiversität und die Balance des Ökosystems. Dennoch gibt es auch hier in puncto Umweltschutz einiges zu beachten, zum Beispiel bei der Bepflanzung mit Sackerden.

Viele dieser Erden enthalten Torf, welcher über Jahrhunderte in Mooren entsteht. Durch den Abbau wird dieser wertvolle Lebensraum für einzigartige Pflanzen- und Tierarten zerstört und dabei klimaschädliches CO2 freigesetzt.

Eine lächelnde Frau kümmert sich auf dem Balkon um ihre Pflanzen.

Da uns die Natur und das Gärtnern am Herzen liegen, bieten wir in unseren Regalen seit 2013 ausschliesslich torffreie Erden an – egal für welchen Bedarf. Helfen auch Sie mit, die Gärten, Beete und Blumentöpfe der Schweiz noch nachhaltiger zu gestalten und das Klima zu schützen.

Nachhaltig pflanzen: unsere torffreien Erden

Wer nicht nur einen grünen Daumen hat, sondern auch noch etwas für die Umwelt tun will, greift zu unseren torffreien Erden. Diese stärken Ihre Pflanzen, schützen die Biodiversität und das Klima.

Torf – was ist das eigentlich?

  • 1

    Moore sind sehr feucht und sauerstoffarm, weshalb abgestorbene Pflanzenreste nicht vollständig verrotten – es bildet sich Torf.

  • 2

    Der Prozess der Torfbildung erfolgt sehr langsam und dauert mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende.

  • 3

    Torf speichert viel Wasser und ist sehr leicht. Ausserdem ist das Pflanzenfasergemisch nährstoffarm und sein pH-Wert recht sauer.

Warum wird Torferde überhaupt eingesetzt?

Im professionellen Gartenbau ist Torf immer noch sehr beliebt. Da Torf kaum eigene Nährstoffe hat, kann die Torferde durch gezieltes Düngen und Beimischen von Kalk ganz einfach dem Bedarf verschiedener Pflanzenarten angepasst werden. Darüber hinaus kann Torf sehr viel Wasser speichern, ist günstig und unkrautfrei – alles Vorteile für professionelle Gärtnerinnen und Gärtner. Im heimischen Garten sind diese positiven Eigenschaften aber nicht unbedingt relevant. Hier lohnen sich nachhaltige torffreie Alternativen.

Torffreies Gärtnern: gewusst wie!

Nachhaltige Produkte
Setzlinge werden mit einer kleinen Gartenschaufel in die Erde eingepflanzt.

Grosse Auswahl für den Hobbygarten

Für alle Hobbygärtnerinnen und -gärtner bieten wir ausschliesslich torffreie Erden in unserem grossen Sortiment an. Ob für Zimmerpflanzen oder Gartengemüse – torffreie Mischungen gibt es für alle Ansprüche.

Zu den Erden
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Torffreie braune Erde

Torffreie Erde – was steckt drin?

Anstelle von Torf enthalten torffreie Erden meist Holzfasern, Rindenkompost oder Kokosfasern, die ähnliche pflanzengünstige Eigenschaften aufweisen.

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Eine Person entsorgt Gemüsereste auf dem privaten Kompost.

Komposterde: natürlicher Torfersatz

Eigene Komposterde ist eine prima Alternative für Torf. Sie ist nährstoffreich und lockert die Bodenstruktur. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Kompost völlig verrottet ist, bevor Sie die Erde verwenden.

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Eine Sackerde, auf der klar gekennzeichnet ist, dass die Erde torffrei ist.

Torfreduziert ist nicht torffrei

Trotz der Auszeichnung «torfreduziert» kann immer noch ein hoher Torfanteil in der Erde enthalten sein. Nur wenn die Sackerde klar als «torffrei» gekennzeichnet ist, können Sie sicher sein, dass torffreie Erde vorliegt.

Moore: unterschätzte Ökosysteme

Nicht nur wir Menschen lieben Moore als naturbelassene Naherholungsgebiete. Für viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind sie der ideale Lebensraum. 

Moore sind riesige und wichtige CO2-Speicher. Denn auch wenn sie weltweit nur etwa 3% der Landflächen ausmachen, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammengenommen. Ausserdem schützen Moorgebiete als natürliche Wasserrückhaltebecken vor Überschwemmungen. Damit ist sicher: Moore sind unterschätzte Klimaschützer und unglaublich wichtig für unsere Biodiversität.

Torf: Zwischen Schutz und Zerstörung

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1 000

Jahre dauert es, bis eine 1 Meter dicke Torfschicht entsteht.

Torfbildung geht sehr langsam voran. Pro Jahr setzt sich gerade einmal 1 Millimeter Torf am Boden ab.

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90%

der Schweizer Moore wurden in den vergangenen 200 Jahren zerstört.

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Seit 1987

ist Torfabbau in der Schweiz verboten.

Im Jahr 1987 wurde die Rothenthurm-Initiative in der Schweiz angenommen. Das bedeutet, dass Moore seither unter dem Schutz der Bundesverfassung stehen und der Abbau von Torf verboten ist.

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524 000 m3

Torf werden geschätzt pro Jahr in die Schweiz importiert.

Auch wenn der Abbau von Torf in der Schweiz verboten ist, ist der Import von Torf aus anderen Ländern bis heute noch immer erlaubt. Die Zahl beruht auf einer Datenerhebung des BAFU im Jahr 2014.

Zur Datenerhebung

Torfabbau: Ablauf und Folgen

Torfabbau stellt für das empfindliche Ökosystem der Moorlandschaften eine grosse Gefahr dar. Denn nicht nur die Umwelt wird durch die Freisetzung klimaschädlicher Gase gefährdet, sondern auch der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten wird zerstört. Verschwinden Moore, verschwinden auch sie.

  • 1

    Entwässerung

    Damit Torf abgebaut werden kann, muss ein Moorgebiet mithilfe von Entwässerungskanälen trockengelegt werden.

  • 2

    CO2-Freisetzung

    Bei der Entwässerung von Mooren entweicht Kohlenstoffdioxid (CO2). Dies fördert den Treibhauseffekt und trägt zum Klimawandel bei.

  • 3

    Zerstörung der Ökosysteme

    Baut man den Torf schliesslich ab, wird die Biodiversität der Moore endgültig zerstört und es entweicht noch mehr CO2.

Grün und torffrei: Das ist unser Engagement

Mit dem Verzicht auf Torf in unseren Sackerden leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Mehr zur Schweizer Erfolgsgeschichte beim Torfausstieg erfahren Sie im Dossier des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

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