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Migros - Ein M besser

Nachhaltig sein:

Wir reden nicht nur drüber, wir machen es. Mehr erfahren!

Richtlinien für mehr Tierwohl

Tierwohl: Eine Frage der Haltung

Das Wohl der Tiere ist für uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb engagieren wir uns aktiv für strengere Tierwohl-Richtlinien in der Nutztierhaltung. Das Ziel: Die Tiere sollen über ihr ganzes Leben mit Respekt und artgerecht behandelt werden.

Dafür arbeiten wir eng mit Partnern zusammen, die uns in folgenden Bereichen unterstützen: 

  • Überwachen der Wertschöpfungsketten von Beginn an
  • fachliche Beurteilung der einzelnen Tierproduktionen
  • Unterstützung bei der Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen
  • Erarbeitung von Richtlinienwerken 
  • unabhängige Kontrollen

Gemeinsam verantwortlich handeln

Strategie & Ziele
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Verbindliche Richtlinien für alle Lieferanten

Unabhängig davon, woher die Produkte stammen – unsere Tierwohl-Richtlinien setzen wir bei allen verkauften Produkten tierischen Ursprungs wie Fleisch, Eiern und Milchprodukten um. Lesen Sie mehr zum aktuellen Stand!

Mehr erfahren

Für unsere Lieferanten gelten strenge Anforderungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nutztieren. Um die hohen Schweizer Tierwohlvorschriften im gesamten Sortiment – also auch bei Importprodukten – zu garantieren, haben wir auf Basis der Schweizer Gesetzgebung und in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten pro Tiergattung verbindliche Richtlinien zu den fünf Kernthemen Tierhaltung, Tiergesundheit, Fütterung, Lebend-Transport und Schlachtung festgelegt.

Produkte ohne Gentechnik und Klonen

Strategie & Ziele
85%

unserer tierischen Produkte stammen von GVO-frei gefütterten Tieren.

Schweizer Fleisch, Geflügel, Eier und Milch sind garantiert GVO-frei. Ebenso biologische Produkte aus dem In- und Ausland. In unseren Label-Anforderungen ist die GVO-Freiheit der Futtermittel als Kriterium hinterlegt.

Seit 2009 legen wir in einer GVO-Richtlinie den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen in Futtermitteln offen. Damit entsprechen wir dem Wunsch unserer Kundinnen und Kunden, die auf sämtliche GVO-Rückstände in ihren Lebensmitteln verzichten möchten. Hier ein Auszug aus der Richtlinie:

Schweizer Fleisch, Geflügel, Eier und Milch sowie alle Produkte aus dem Ausland, die ein Label wie zum Beispiel Migros Bio tragen, müssen aus Produktion mit GVO-freier Fütterung stammen. Bei Kaninchen-, Truten- und Pouletfleisch aus Ungarn sowie Wurstwaren der Marke Beretta aus Italien ist die GVO-freie Fütterung ebenfalls sichergestellt.

Gemäss der Schweizer Gesetzgebung erlauben wir Zusatzstoffe, die mit Hilfe von gentechnischen Methoden in einem geschlossenen System hergestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel Vitamine, Enzyme und Geschmacksverstärker. Im Endprodukt sind keine gentechnisch veränderten Organismen enthalten.

Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und garantieren mit unseren Richtlinien und Qualitätskontrollen ein Höchstmass an Sicherheit, um Verunreinigungen mit GVO zu vermeiden. Die SQTS-Labors (Swiss Quality Testing Services) führen stichprobenartig GVO-Analysen bei Risikoprodukten durch.

Micarna: Ein Vorzeigebetrieb in Sachen Tierwohl

Wir beziehen rund drei Viertel unseres Schweizer Frischfleisches von der Micarna SA, einem Unternehmen der Migros-Industrie. Die Micarna gilt mit ihren Tierwohl-Standards als Vorzeigebetrieb in der Schweiz. So werden zum Beispiel folgende Anforderungen konsequent umgesetzt:

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    Artgerechte Haltung

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    Stressarmer Transport in nur 3 Stunden

    Die Transportdauer ist kurz, da die Schlachtbetriebe der Micarna in den Aufzuchtgebieten der Schweizer Nutztiere liegen.

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    Transport durch die Tierhalter*innen

    Die Schlachttiere für die Micarna werden nur von Tierhalter*innen oder ausgebildeten Personen mit Sachkundeausweis transportiert.

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    Eine möglichst stressfreie Schlachtung

    Der Schlachtprozess wurde zusammen mit dem Tierschutz und der Forschung geplant. Zuvor werden z. B. Schweine mit CO₂ betäubt.

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    Beruhigende Bedingungen für die Tiere in der Ankunftszone

    Allen Tieren steht immer Wasser zur Verfügung. Da Schweine schnell in Hitzestress kommen, gibt es zur Kühlung zudem Duschanlagen.

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    Dauerhafter Zugang zu Wasser

    Allen Tieren steht immer Wasser zur Verfügung. Da Schweine schnell in Hitzestress kommen, gibt es zur Kühlung zudem Duschanlagen.

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    Lückenlose Rückverfolgbarkeit

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    Regelmässige Beauftragung von Berater*innen und Veterinär*innen

    Die Berater*innen und Veterinär*innen beraten die Produzenten bei Tierhaltung, Fütterung und Tiergesundheit und bilden diese aus.

Tierwohl-Richtlinien für unsere Labels & Marken

Besser einkaufen: Mit den Labels auf unseren Produkten wissen Sie immer, welche Kriterien unsere Produkte hinsichtlich Tierwohl erfüllen.

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Die Bio-Produkte garantieren eine artgerechte Tierhaltung in Ställen mit genügend Platz, regelmässigem Auslauf ins Freie, natürlichen Zuchtmethoden und feinem Biofutter. 

Für Fisch & Meeresfrüchte akzeptieren wir folgende Bio-Richtlinien: Bio Suisse, Naturland, Bioland, Soil Association, Organic Food Federation, Bio Gro, Debio. Zusätzlich werden die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung akzeptiert, jedoch nur aus Herkunft Europa. Der Einsatz von Ethoxyquin, z. B. in der Futtermittelproduktion, ist verboten.

Mehr Informationen:

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In den ASC-Standards sind folgende Tierschutz-Aspekte enthalten:

  • Der Standort der Aquakultur muss sich für Zuchtfische eignen.
  • Nachweis einer geringen Sterblichkeitsrate während der Zucht.
  • Gute Wasserqualität, damit die Fische gute Lebensbedingungen haben.
  • Einen Fischgesundheitsplan und strenge Hygienemassnahmen. Der Einsatz von Antibiotika darf nur unter medizinischer Überwachung und nur für erkrankte Tiere erfolgen.
  • Fischfutter muss für die Fischart geeignet sein.
  • Für ASC-Lachs und Pangasius gibt es Obergrenzen zu Besatzdichten.
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Die Anforderungen bei IP-Suisse hinsichtlich Tierwohl sind unter anderem:

  • besonders tierfreundliche Stallhaltung und Auslauf im Freien (BTS und RAUS).
  • Fütterung von Kälbern auf Basis von Vollmilch und Heu.

Mehr Informationen:

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Die Tiere haben regelmässigen Auslauf im Freien (RAUS) und werden in diesem System vorwiegend mit betriebseigenem Wiesenfutter gefüttert. Der Einsatz von Kraftfutter ist limitiert. Zudem wird kein Soja als Futter verwendet.

Mehr Inforamtionen:

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Die Tiere werden in Gruppen gehalten und haben das ganze Jahr über Auslaufmöglichkeiten – im Sommer sind sie täglich 8 Stunden auf der Weide. Durch die Fütterung mit Weidegras im Sommer und mehrheitlich Raufutter wie Heu und betriebseigenem Futter im Winter wird ein rotes und sehr zartes Fleisch produziert. Zudem wird kein Soja als Futter verwendet.

Mehr Informationen:

 

 

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  • Alle Masttiere haben Zugang zu einem Aussenklimabereich sowie genügend Scharr- und Ruheraum mit erhöhten Sitzgelegenheiten. Grosse Fenster sorgen für viel Tageslicht und einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Zudem wird das Stallklima genau gesteuert. Überprüft werden die Auslauf- und Tierschutzvorschriften durch unabhängige Kontrollstellen.
  • Fachspezialist*innen der Micarna und firmeneigene Tierärzt*innen beraten die Geflügelproduzenten unentgeltlich. So können Auffälligkeiten sofort gemeldet und es kann möglichen Ursachen für Krankheiten schnell vorgebeugt werden. Die Folge: Die Tiere bleiben gesund und es kommen weniger Antibiotika kommt zum Einsatz. 
  • Jeder Betrieb muss eine ausgeglichene Hofdüngerbilanz für Phosphor und Stickstoff vorweisen. So ist sichergestellt, dass die Tierbestände keine industriellen Dimensionen annehmen können. Ausserdem schreibt der Bund eine Obergrenze vor: Diese liegt im Bereich Masthühner bei 18 000 Tierplätzen pro Betrieb.

Mehr Informationen:

Warum braucht es eine Tierproduktion?

Tierproduktion ist wichtig, denn sie versorgt uns Menschen mit grundlegenden Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern und Milch. Ein Grossteil der Erde besteht aus Grasland, auf welchem eine ackerbauliche Nutzung aufgrund von Eigenschaften wie Topografie oder Bodenqualität nicht möglich ist. Doch Wiederkäuer können, dank Mikroorganismen in ihren Mägen, als einzige Lebewesen Gras in für den Menschen verwertbare Erzeugnisse wie Milch oder Fleisch umwandeln.

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An den ackerbaufähigen Standorten ist ein ertragsreicher Anbau von Getreide, Gemüse etc. nur durch eine ausreichende Nährstoffversorgung der Pflanzen möglich. Hier liefert die Tierproduktion wichtige Nährstoffe wie z. B. Stickstoff oder Phosphor. Diese Nährstoffe (Dünger) können ohne Tierproduktion nur durch den Abbau bzw. Einsatz von endlichen Ressourcen hergestellt werden. Um die Ernährung der stetig wachsenden Bevölkerung sicherstellen zu können, sind wir daher auf eine funktionierende Tierproduktion angewiesen. Somit können Kreisläufe auf natürliche Weise geschlossen werden.

Wir gehen voran und wollen mehr Transparenz

Seit jeher setzt sich die Migros dafür ein, dass tierfreundliche Produktionsformen ausgebaut werden. Dank der Eigenindustrie schaffen wir möglichst kurze und transparente Lieferketten. Dies hat den Vorteil, dass uns bekannt ist, woher die Produkte stammen und wer sie unter welchen Bedingungen produziert hat. Unsere Lieferketten sehen je nach Produkt verschieden aus.

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Wir übernehmen Verantwortung

  • Seit 2013 haben wir Tierwohlspezialist*innen im Migros-Genossenschafts-Bund, die sich sowohl um die fachliche Weiterentwicklung von Richtlinien, Programmen und Labels in Bezug auf die Tierproduktion kümmern als auch die Partner entlang der Lieferkette zu mehr Tierwohl befähigen.
  • Seit 2012 leitet und koordiniert die Fachstelle Fisch im Migros-Genossenschafts-Bund intern alles rund um Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigen Quellen. Ein Beispiel ist die Umstellung auf Pole & Line bei Konserventhunfisch.
  • Alle Einkäufer im Bereich Produkte tierischen Ursprungs sind verpflichtet, die Anforderungen an das Tierwohl bei sämtlichen Sortimentsentscheidungen miteinzubeziehen. Um dies sicherstellen zu können, arbeiten sie eng mit unseren Tierwohlspezialist*innen zusammen.
  • Die Micarna verfügt über Tierwohlexpert*innen, unter anderem speziell für Geflügel. Gemeinsam mit dem Schweizer Tierschutz STS und dem ABZ Spiez (Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft) führt sie regelmässig Schulungen für ihr Personal im Tiertransport durch. Das Stallpersonal wird zudem jährlich im Umgang mit Schlachttieren bis zur Betäubung geschult.
  • Das Schlachthofpersonal der Micarna muss vor dem Umgang mit den Tieren einen Weiterbildungskurs zu Tierschutz und Tierethik absolvieren. Die Kurse werden vom ABZ Spiez und vom STS organisiert und müssen alle drei Jahre wiederholt werden.

Die Schweizer Tierschutzvorschriften im Überblick

In der Schweiz sind Tierwohlvorschriften gesetzlich umfassend verankert und bilden die Basis für die Tierproduktion. Die Mehrheit unserer verkauften tierischen Produkte stammt aus der Schweiz. Davon wird ein Grossteil nach Label-Richtlinien produziert, die im Bereich Tierwohl weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gehen. 

Im Vergleich zum Ausland ist der Schweizer Tierwohlstandard hoch. Deshalb setzen wir die Schweizer Tierwohlvorschriften ebenfalls bei vielen tierischen Produkten aus dem Ausland um. Folgende Gesetze und Verordnungen regeln den Umgang mit Nutztieren auf Bundesebene und gelten für alle tierischen Produkte aus der Schweiz:

Teil der Direktzahlungsverordnung ist die sogenannte Ethoprogrammverordnung, in der die Programme „Besonders tierfreundliche Statthaltungssysteme (BTS)“ und „Regelmässiger Auslauf im Freien (RAUS)“ definiert sind. Bei der Migros kommen BTS und RAUS beispielsweise bei TerraSuisse-Produkten zum Tragen. Je nach Tiergattung müssen spezifische Anforderungen für BTS und RAUS eingehalten werden.

Im Landwirtschaftsgesetz legt der Bund unter anderem Bestimmungen in der Landwirtschaft fest, die das Tierwohl gewährleisten sollen. Neben diversen anderen Themen ist im LwG (Art. 160/8) seit 1999 festgelegt, dass der Einsatz von Antibiotika als Leistungsförderer in der Tierhaltung verboten ist.

Zweck des Tierschutzgesetzes ist, die Würde und das Wohlergehen von Tieren zu schützen. Hier ist allgemein festgelegt, dass jeder, der mit Tieren umgeht, den Bedürfnissen der Tiere in bestmöglicher Weise Rechnung tragen muss sowie im Rahmen des Möglichen für ihr Wohlergehen zu sorgen hat.

Die Tierschutzverordnung regelt den Umgang mit sämtlichen Tieren (Haustieren, Nutztieren, Versuchstieren), ihre Haltung und Nutzung sowie die Eingriffe an ihnen. Zum Beispiel sind verbotene Handlungen detailliert pro Tiergattung geregelt (TSchV, S. 7-10). Weitere abgehandelte Themen sind unter anderem: Transport, Tötung und Schlachtung (inkl. zulässige Betäubungsmethoden je Tiergattung) und Mindestanforderungen für die Haltung und den Transport. Konkret ist zum Beispiel die Betäubungspflicht festgelegt (TSchV, S. 69, Art. 178).

Zweck der Tierarzneimittelverordnung ist, den fachgerechten Einsatz von Tierarzneimitteln zu gewährleisten, Konsumentinnen und Konsumenten vor unerwünschten Rückständen in Lebensmitteln tierischer Herkunft zu schützen sowie die Gesundheit der Tiere zu schützen. In der Verordnung sind die Bestimmungen (inkl. Einsatzdauer) beim Einsatz von Arzneimitteln bei Tieren umfassend geregelt, u. a.: Verschreibung und Abgabe an Nutztiere, Fütterungsarzneimittel, Liste mit verbotenen Stoffen.

Die Verordnung regelt den Tierschutz beim Schlachten und beinhaltet Bestimmungen über den Umgang mit den Tieren in Schlachtanlagen (Ausladen, Unterbringung, Betreuung), die Betäubung (Anforderungen an Betäubungsanlagen, Umgang mit den Tieren vor dem Betäuben, Betäubungsvorgang) und die Entblutung der Tiere.

Unabhängige Kontrollen für mehr Tierwohl

Damit die Einhaltung der Gesetze in der Schweiz gewährleistet werden kann, lassen wir regelmässig unabhängige Kontrollen durchführen. Werden bei einer Kontrolle beispielsweise Mängel festgestellt, wird im Anschluss ein verbindlicher Massnahmenplan zur Verbesserung vereinbart. Falls der Lieferant diese Massnahmen wiederholt nicht umsetzt, führt dies zu Sanktionen bzw. zur Beendigung der Geschäftsbeziehung.

Damit auch bei importierten Produkten sichergestellt werden kann, dass die Tierwohl-Anforderungen eingehalten werden, haben wir eigens dafür ein Kontroll- und Zertifizierungsprogramm aufgebaut. Die Firma ProCert in Bern zertifiziert jährlich die gesamten Wertschöpfungsketten bei tierischen Produkten betreffend Tierwohl und Rückverfolgbarkeit.

Unsere Kontroll- und Auditsysteme auf einen Blick

Alle Schweizer Produzenten

  • Kontrollstellen: Kantonale Inspektionsstellen
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Je nach Kontrolle; Jährlich
  • Grundlagen: Tierschutz-Gesetzgebung
     

Migros Bio (Schweiz)

  • Kontrollstellen: Akkreditierte Kontrollstellen bio.inspecta, ProCert, IMO
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Jährlich
  • Grundlagen: Bio Suisse Richtlinien & Bio Verordnung
     

TerraSuisse

  • Kontrollstellen: Oberkontrolle ProCert und kantonale Inspektionsstellen
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Jährlich
  • Grundlagen: IP Suisse Richtlinien
     

Optigal

  • Kontrollstellen: q.inspecta und kantonale Inspektionsstellen
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Je nach Kontrolle; Jährlich
  • Grundlagen: Optigal Kontrollkonzept
     

Bio Weide-Beef

  • Kontrollstellen: bio.inspecta und kantonale Inspektionsstellen
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Jährlich
  • Grundlagen: Bio Suisse Richtlinien
     

Tierwohl Import (Migros Animal Welfare)

  • Kontrollstellen: Oberaufsicht durch ProCert sowie akkreditierte Kontrollstellen
  • Transportkontrollen: Regelmässige Kontrollen durch den Schweizer Tierschutz STS
  • Kontrollrhythmus: Jährliche Stichproben
  • Grundlagen: Auditkonzept, Richtlinien

Strenge Kontrollen bei unseren Produkten

Mindestens alle 4 Jahre führt das kantonale Veterinäramt oder eine anerkannte unabhängige Stelle Kontrollen bei landwirtschaftlichen Betrieben durch. Davon finden mindestens 10% unangemeldet statt. Des Weiteren werden zusätzliche Kontrollen auf zufällig ausgewählten Betrieben (jährlich mind. 25% aller Betriebe) durchgeführt. Die zu überprüfenden Kriterien pro Tiergattung sind in den Tierschutz-Kontrollhandbüchern festgelegt. Diese gelten schweizweit und sind öffentlich zugänglich.

Hinzu kommen unangemeldet risikobasierte Kontrollen. Diese finden statt, wenn:

  • Mängel bei früheren Kontrollen auftauchen
  • ein begründeter Verdacht auf Nichteinhaltung von Vorschriften vorliegt
  • wesentliche Änderungen in einem Betrieb durchgeführt werden
  • ausserordentliche Ereignisse wie Krankheiten oder Seuchen eintreten
  • wesentliche Elemente ersichtlich sind, die im Rahmen der entsprechenden Grundkontrolle nicht inspiziert wurden.

Auch wir lassen unabhängige Kontrollen, sogenannte Audits, bei Schweizer Produkten durchführen:

  • bei Transport und Schlachtung durch den Schweizer Tierschutz STS
  • bei der Analyse von Tierarzneimittelrückständen durch die SQTS (Swiss Quality Testing Services) 
  • bei Problemfällen vor Ort durch Migros-Fachpersonen

Die Tierschutzgesetze und deren Kontrollen sind je nach Land unterschiedlich. Auch die Durchsetzung von Gesetzen ausserhalb der Schweiz gestaltet sich schwierig. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit der Organisation ProCert unser eigenes Kontroll- und Zertifizierungsprogramm aufgebaut. Dieses stellt sicher, dass unsere Anforderungen bei importierten Produkten auch umgesetzt werden. Jährlich werden so alle Betriebe entlang der Lieferkette von externen, unabhängigen Kontrollstellen betreffend Tierwohl und Rückverfolgbarkeit zertifiziert.

Bei Produkten aus Mehrwertprogrammen lassen wir zusätzliche Kontrollen durchführen. Die Produktkette vom Anbau auf dem Bauernhof bis zur Verarbeitung der Produkte, der Transport der Tiere sowie der Schlachtbetrieb selbst werden bei allen Labels durch den Schweizer Tierschutz (STS) unangemeldet kontrolliert. Hinzu kommen weitere Kontrollen durch unabhängige Organisationen:

Label IP-Suisse:

  • Einmal im Jahr wird die Einhaltung der IP-Suisse-Richtlinien durch die unabhängige Zertifizierungsstelle ProCert kontrolliert. Zertifikate werden nur dann ausgestellt, wenn die Richtlinien voll und ganz erfüllt sind.

Label Migros Bio:

  • In der Schweiz wie auch im Ausland kontrollieren staatlich anerkannte und unabhängige Organisationen wie bio.inspecta, ProCert und IMO die Einhaltung der Bio-Richtlinien. Wenn sie Verstösse gegen die Vorgaben feststellen, erteilen sie den Betrieben strenge Auflagen bis hin zur Aberkennung des Bio-Status.

Label Optigal:

  • Neben den amtlichen Kontrollen durch die Kantone inspiziert die unabhängige Kontrollorganisation q.inspecta regelmässig und unangemeldet die Auslauf- und Tierschutzvorschriften in den Vertragsbetrieben.

Die Umsetzung der Tierwohlprogramme ÖLN/BTS und RAUS hingegen wird nach der geltenden Direktzahlungsverordnung von den Kantonen kontrolliert. Diese Kontrollen finden mindestens alle vier Jahre statt. 

Regelmässige Messungen zur Wirkung der Massnahmen

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    Bei allen Schweizer Bauern wird regelmässig die Zellzahl in der Milch gemessen, um Euterentzündungen zu erkennen.

    Um die Gesundheit der Tiere jederzeit nachvollziehen zu können, werden die Ergebnisse dokumentiert.

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    In der Schweiz wird bei der Ankunft der Rinder im Schlachthof eine Taxierung vorgenommen.

    Hierbei untersuchen Fachleute eine Reihe von Kriterien und prüfen auch den körperlichen Zustand sowie die Gesundheit der Tiere.

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    Nach dem Transport wird bei Kälbern, Rindern, Schafen, Schweinen (TerraSuisse) und Poulet (Optigal) deren Zustand kontrolliert.

    Die Kontrolle führt der Schweizer Tierschutz STS durch. Dabei werden z. B. Verletzungen und Todesfälle dokumentiert.

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    Bei allen Nutztieren ausser Fisch muss die Wirksamkeit der Betäubung aufgezeichnet werden.

    Mind. 99% der Tiere müssen korrekt betäubt sein. Z. B. setzt die Micarna Kameras für mehr Transparenz bei der Betäubung ein.

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    Bei Hühnern wird deren Zustand von Fachleuten eingehend untersucht.

    Dank der Erkenntnisse wurde z. B. eine etwas andere Einstreu verwendet, was die Gesundheit der Tiere stark verbessert hat.

Unsere Tierwohl-Richtlinien im Detail

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Transparente Lieferketten und Rückverfolgbarkeit

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