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Nachhaltig sein:

Wir reden nicht nur drüber, wir machen es. Mehr erfahren!

Forschung

Warum unsere Forschung so wichtig ist

Forschung ist für uns kein Selbstzweck. Wir möchten innovative Lösungen entwickeln, die uns weiterbringen, das Leben unserer Kund*innen verbessern und unsere Wertschöpfungskette nachhaltiger machen. Deshalb realisieren wir gemeinsam mit entsprechenden Forschungsinstitutionen nachhaltigkeitsrelevante Projekte in verschiedenen Bereichen. Viele Projekte laufen aktuell noch, einige sind bereits abgeschlossen. Wir stellen Ihnen hier und auf der Folgeseite unsere Projekte vor.

Daran forschen wir aktuell

Strategie & Ziele
Eine rotbeinige Baumwanze krabbelt auf einem grünen Blatt herum.

So schützen wir unser Obst und Gemüse vor Wanzen.

Wir erforschen die Wanzen und prüfen den Einfluss verschiedener Standortfaktoren, um langfristige Lösungen zu finden. Zudem testen wir Bio-Pflanzenschutzmittel als «Notfalllösungen» für Obst- und Gemüse-Produzent*innen.

Mehr erfahren

Wanzen auf dem Vormarsch: Wenn von der Obsternte nichts mehr übrig bleibt

Sie sind nur wenige Millimeter gross, richten aber Millionenschäden in der Schweizer Landwirtschaft an. Die Rede ist von Wanzen. Durch den Klimawandel sind verschiedene Wanzenarten hierzulande auf dem Vormarsch und machen sich über unser angebautes Obst- und Gemüse her.

Wie etwa die einheimische, rotbeinige Baumwanze. Sie ist ein grosses Problem für den Birnen- und Beerenanbau. Je nach Standort und Sorte kann der Ernteausfall bis zu 100% betragen, wenn die Wanze aktiv ist. Aber auch andere Arten, die eigentlich in tropischen Gebieten und im Mittelmeerraum leben, werden in der Schweiz immer mehr. Die Grüne Reiswanze beispielsweise macht sich gerne über Tomaten, Peperoni und Auberginen in Gewächshäusern her.

Zeit zu handeln! Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) erarbeiten wir Strategien zur Wanzeneindämmung in der biologischen Landwirtschaft.

Eine rotbeinige Baumwanze krabbelt auf den hellgrünen Äpfeln eines Apfelbaumes herum.

Dieses Projekt ist erfolgreich abgeschlossen

Strategie & Ziele
Eine Tierärztin behandelt ein Kalb, indem sie dem Tier ein aus Purpur-Sonnenhut gewonnenes Heilmittel mittels Spritze in dessen Mund führt.

Wie Purpur-Sonnenhut kranke Kälber heilen kann.

Junge Kälber wurden gegen Durchfallerkrankungen mit der Heilpflanze Sonnenhut (Echinacea) behandelt – mit Erfolg: Nach der Behandlung hatten die Kälber fast um die Hälfte weniger Durchfalltage. Der Beweis: Natur wirkt!

Arzneipflanzen statt Antibiotika in der Tierhaltung: wirksam oder nicht?

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden Jungtiere oft mit Antibiotika behandelt, insbesondere bei Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstraktes, den häufigsten Erkrankungen bei Ferkeln und Kälbern. Werden sie aber zu häufig eingesetzt, können sich resistente Krankheitserreger ausbreiten und die Antibiotika wirken nicht mehr.

Wir stellten uns deshalb die dringliche Frage: Gibt es alternative Heilmittel, die den Verbrauch von Antibiotika senken können?

Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) haben wir in einem gross angelegten Projekt die Wirkung von Arzneipflanzen bei Ferkeln und Kälbern untersucht. Die Ergebnisse sind vielversprechend und belegen die Wirksamkeit pflanzlicher Stoffe.

Mit dem Projekt haben wir das grosse Potenzial von Arzneipflanzen in der Nutztierhaltung entdeckt, das noch längst nicht ausgeschöpft ist. Wir bleiben dran!

Vier Ferkel bei der Nahrungsaufnahme. Das Tier im Vordergrund umschliesst den metallenen Rand des Nahrungsbehälters mit seinem Mund. Die anderen Ferkel geniessen ihr Futter in Ruhe.

Forschung, die wirkt

Wir arbeiten aktuell an vielen Forschungsprojekten zum Thema Nachhaltigkeit. Einige konnten wir bereits erfolgreich und mit Erkenntnisgewinn abschliessen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere Forschungsprojekte.

Unsere laufenden Forschungsprojekte

Nachhaltige Produkte

Die weltweiten Thunfisch-Bestände sind in Gefahr: Einige Arten sind bereits stark überfischt. Dazu zählt der im Indischen Ozean lebende Gelbflossenthunfisch, der als Thunfischsteak und Sushi auf unseren Tellern landet.

Wenn wir auch in Zukunft noch Thunfisch essen möchten, müssen wir dafür sorgen, dass er nachhaltig befischt wird. Ökologie und Ökonomie sowie Umweltschutz und Konsum müssen in Balance kommen. Deshalb arbeiten wir mit der International Pole and Line Foundation (IPLF) zusammen.

Unser Anliegen ist es, zu einer Erholung der Gelbflossenthunfischbestände beizutragen und die Fischerei im Indischen Ozean langfristig zu verändern.

Da sich Thunfische oft über grosse Distanzen bewegen und in vielen Meeren verbreitet sind, werden sie von verschiedenen Ländern befischt. Diese Länder müssen sich über die jeweiligen Fangmengen einigen. 
In diesem Forschungsprojekt geht es darum, Kriterien zu definieren, wie die Fangmengen zukünftig effizient und fair aufgeteilt werden können.

Darmwürmer bei Freilandhennen sind ein grosses Problem in Biobetrieben. Sie beeinträchtigen die Gesundheit und das Tierwohl. Um das zu verhindern, werden häufig chemische Entwurmungsmittel eingesetzt. Doch die Wurmkuren können unter anderem das Immunsystem der Tiere schwächen und andere Krankheiten auslösen.

Das möchten wir vermeiden und haben deshalb ein vierjähriges Projekt beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) initiiert, das nach Alternativen zur Bekämpfung von Darmwürmern bei Hennen sucht.

 

Stress macht krank. Das trifft nicht nur auf Menschen zu, sondern auch auf Tiere. Gerade junge Kälber sind gestresst, wenn sie von ihren Geburtsbetrieben in andere Betriebe gebracht werden. Das bedeutet: mehrere Transporte und Stallwechsel. Sie werden anfälliger für Infektionskrankheiten. Zudem begünstigen die Transporte und das Aufeinandertreffen von Kälbern aus verschiedenen Betrieben die Übertragung von Keimen. Die Folge: Die Tiere werden mit Antibiotika behandelt.

Weil uns Tierwohl wichtig ist und wir Antibiotika und andere Medikamente so gut wie möglich reduzieren möchten, haben wir zusammen mit der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern und IP-SUISSE ein neuartiges Managementkonzept für Kälber entwickelt: das «Freiluftkalb-Konzept».

Das Konzept setzt auf weniger Transporte, bessere Ställe und mehr Aufenthalt im Freien und wird aktuell in mehreren Betrieben getestet. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Kälber seltener krank sind und weniger Antibiotika benötigen. Wir wollen diese Erkenntnisse aus der Wissenschaft nutzen und nun vermehrt in der Praxis umsetzen.

 

Der Schweizer Traditionsfisch wird kaum in kommerzieller Aquakultur produziert. Eine Ausnahme ist unsere 2020 eröffnete Anlage in Birsfelden. Hier können wir einheimische Felchen nachhaltig züchten und Wildbestände schonen. Das Besondere daran: Es ist eine Anlage mit geschlossenem Kreislauf, die keine Spuren in der Natur hinterlässt.

Bislang gibt es allerdings noch kein spezielles Felchen-Futtermittel, das wir in Kreislaufanlagen verwenden können. Futtermittel für andere Fischarten sind nur bedingt geeignet, da die Nährstoffzusammensetzung für Felchen nicht ideal ist.

Mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) testen wir im Rahmen einer Studie ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Futter für die Mast von Felchen. Das 12-wöchige Fütterungsexperiment findet in unserer Kreislaufanlage in Birsfelden statt.

Milchkühe und Fleischrinder erhalten oft Kraftfutter wie Soja und Maissilage. Beide Futtermittel haben Nachteile. Zum einen geht durch den Anbau von Tierfutter Ackerland für menschliche Lebensmittel verloren, zum anderen belasten Futtermitteltransporte die Umwelt. Die Fütterung von Gras könnte eine nachhaltige Lösung sein. Doch das hat wiederum negative Auswirkungen auf die Mast- und Schlachtleistung sowie die Fleischqualität der Rinder.

Gemeinsam mit der ETH Zürich (Departement Umweltsystemwissenschaften) möchten wir herausfinden, wie Rinder auch mit einem Futtermix aus mehr Grassilage in Kombination mit Maissilage oder Corn-Cob-Mix und weniger Kraftfutter gesund und leistungsfähig bleiben. Hierzu untersuchen wir die Auswirkungen unterschiedlicher Futterzusammenstellungen auf die Mastleistung und Fleischqualität der Tiere.

 

Der Einsatz von Medikamenten gegen Infektionen und Parasiten in der Geflügelhaltung wird immer wieder kontrovers diskutiert. Doch in Grossbetrieben ist die Gabe von Antibiotika bisher so gut wie unvermeidlich, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Wir möchten wissen, ob es auch anders geht – ob beispielsweise Arzneipflanzen den Einsatz von Antibiotika in der Geflügelzucht reduzieren können. Mit dieser Frage haben wir das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) beauftragt. Im Rahmen klinischer Versuche soll herausgefunden werden, welche Medizinalpflanzen besonders erfolgversprechend sind.

 

Die Nachfrage nach frisch geschnittenen Kräutern in Schweizer Küchen wächst. Besonders beliebt sind Bio-Kräuter, allen voran Basilikum. Der grüne Allrounder hat allerdings ein Problem: Falscher Mehltau. Der Befall mit dem Erreger erschwert unseren Produzent*innen den Anbau von Basilikum.

Deshalb haben wir uns entschlossen, dem Mehltau den Kampf anzusagen. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) unterstützt unser Vorhaben. Zusammen testen wir unterschiedliche Lösungsansätze zur Regulierung der Krankheit.

Ob knackige Äpfel oder süße Birnen – Bio-Obst wird immer beliebter. Kein Wunder: Die Früchte stehen für höchste Qualität und natürlichen Anbau.

Bio-Obstbauern und -bäuerinnen arbeiten im Einklang mit der Natur. Sie verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, um ihre Ernte vor Insekten, Pilzen oder Unkraut zu schützen. Pflanzenkrankheiten und Schädlinge werden im Bio-Obstbau durch optimale Standortwahl, Nützlinge wie Schlupfwespen und durch die Züchtung von krankheitsresistenten Sorten vermieden.

So umweltschonend die Alternativen auch sein mögen, haben sie doch einen Nachteil: Sie bringen ein gewisses Ertragsrisiko mit sich. Deshalb geht es auch im Ökolandbau nicht ganz ohne Pflanzenschutzmittel. Zum Einsatz kommen dann Mittel pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs. Ein bewährtes Mittel gegen Schorfflecken ist beispielsweise Tonerde.

Langfristiges Ziel ist aber eine komplett pestizidfreie Produktion. An dieser Stelle ist die Forschung gefragt.  

Wir setzen uns für die Reduzierung des Pestizideinsatzes ein und testen zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) neue Wege. In einem Freiluft-Labor erproben wir, wie wir mit digitalen Techniken, intelligenter Bedachung und neuen Bauformen Schädlingsbefall vermeiden können.

Plastik & Verpackung

Recycling und die Minimierung von Abfällen sind entscheidend für die Erhaltung unserer Umwelt. Deshalb arbeiten wir stetig daran, Verpackungen für unsere Produkte zu reduzieren oder sie ökologischer zu gestalten.

Dabei setzen wir auf Ökobilanzen. Bei einfacheren Fragestellungen fertigen unsere Fachexpert*innen die Ökobilanzen selber an. Bei komplizierteren Themen arbeiten wir mit externen Expert*innen zusammen. Das läuft so ab: Wir beauftragen Spezialist*innen wie beispielsweise Carbotech mit der Analyse unserer Produkte und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Die Ergebnisse zeigen uns, wie wir unser Sortiment zukünftig noch nachhaltiger gestalten können.

Ein Beispiel: In unseren Filialen bieten wir seit einigen Jahren umweltfreundliche Veggie Bags an. Zudem sind in unseren Refill-Stationen Mehrwegbags erhältlich. Wir wollen herausfinden, wie der ökologische Fussabdruck von unterschiedlichen Materialien ist. Dafür untersuchen wir Polyester, Polyester aus 100% Rezyklat, europäische Bio-Baumwolle und Materialien auf Holzbasis. Die Erkenntnisse dieser Ökobilanz fliessen nun in die Beschaffung unserer Mehrwegbags ein.

Klima & Energie

Um die 50 Liter Milch trinkt ein Schweizer oder eine Schweizerin im Jahr. Um unseren Bedarf decken zu können, muss eine Kuh heute wesentlich mehr Milch produzieren als früher. Gleichzeitig ist die Lebensdauer der Kühe in den vergangenen Jahren aber gesunken. Und nicht zu vergessen: Kühe zählen zu den bekanntesten Produzenten des klimaschädlichen Methangases.

Als Milchabnehmerin ist uns daran gelegen, Wirtschaftlichkeit, Tierwohl und Klimaschutz bei der Milchproduktion miteinander zu vereinbaren. Wie kann das gelingen? Damit beschäftigt sich ein von uns mitfinanziertes Projekt des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

Die Forscher*innen analysieren alle Faktoren, welche die Lebensdauer von Milchkühen beeinflussen, und entwickeln auf Basis der Ergebnisse nachhaltige Strategien, um die Nutzungsdauer der Schweizer Milchkühe wieder zu erhöhen – zum Wohl der Tiere, zum Schutz des Klimas und zur wirtschaftlichen Verbesserung der Milchproduzent*innen.

Nachhaltiges Lebensmittelsystem

Die Ernährung der Weltbevölkerung ist eine der grössten Herausforderungen der Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als eine Milliarde Tonnen Lebensmittel verschwendet, während Millionen Menschen unterernährt sind. Darüber hinaus werden unsere derzeitigen Methoden der Nahrungsmittelproduktion bald nicht mehr ausreichen, um die wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können.

Wir wollen diese ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen angehen, indem wir zusammen mit dem EPFL Integrative Food and Nutrition Center nach innovativen Lösungen suchen. Dabei nutzen wir die Kompetenzen der EPFL insbesondere in den Bereichen der digitalen Technologien und der Materialwissenschaften. Beispielsweise erforschen wir durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, wie neuartige und innovative Produkte bei den Verbraucher*innen ankommen.

Artenvielfalt

Die Zahlen sind besorgniserregend: Laut Bundesamt für Umwelt sind 40% der Schweizer Insektenarten vom Aussterben bedroht, weitere 20% sind potenziell gefährdet. 

Dabei spielen Insekten eine wichtige Rolle in der Natur. Sie bestäuben nicht nur Pflanzen, sondern sind auch eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere.

Das heisst: Wenn die Insekten sterben, hat das weitreichende Konsequenzen für unsere Ökosysteme – und somit für uns alle.

Wir wollen dazu beitragen, das Artensterben zu stoppen und die Biodiversität zu fördern. Deshalb unterstützen wir das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Gemeinsam wollen wir herausfinden, welche Langzeitauswirkungen die Anbauintensitäten in der Landwirtschaft auf das Insektensterben und die Biodiversität haben. Unser Vorgehen: Wir vergleichen die Insektenbiomasse und -vielfalt in den Zeiträumen 1996–1998 und 2022–2024 auf verschiedenen Betrieben. Aus den Ergebnissen leiten wir entsprechende Massnahmen ab, um das Insektensterben zu reduzieren.

Verantwortung für Mitarbeitende

Seit Gründung der Migros steht die Lebensqualität unserer Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Deren Zufriedenheit und Gesundheit sind uns sehr wichtig. Wir möchten bestmögliche Arbeitsbedingungen auf allen Ebenen schaffen.

Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Vorstand des Forschungsinstituts für Arbeit und Arbeitswelt (FAA-HSG). Das Institut widmet sich den komplexen Fragestellungen der Arbeitswelt aus interdisziplinärer Perspektive. Es ist Ansprechpartner zu Fragen der Arbeit, des Arbeitsrechtes, des Personalmanagements und zur Organisation der Arbeit. Es versteht sich als Forschungspartner und bildet auf der Grundlage dieser Forschung aus und weiter. Zudem engagiert es sich in der gesellschaftlichen Diskussion zur Thematik.

Mitglied im Vorstand der Fördergesellschaft: Dr. Daniel Soltermann, Leiter Arbeitspolitik & Arbeitsrecht, Migros-Genossenschafts-Bund

Unsere abgeschlossenen Forschungsprojekte

Plastik & Verpackung

Verpackungen, Mülltüten und Kaffeebecher aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Weizen, Zuckerrohr – klingt nachhaltig, aber ist es das auch? Da wir immer auf der Suche nach umweltverträglichen Lösungen für unser Sortiment sind, wollten wir das genauer wissen. Deshalb haben wir Ökobilanzstudien zu verschiedenen Biokunststoff-Materialien bei Carbotech in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse: Zwar entsteht bei der Produktion und der Entsorgung biologisch abbaubarer Verpackungen weniger CO2 und es wird weniger Erdöl eingesetzt, doch der Anbau der benötigten landwirtschaftlichen Rohstoffe belastet die Umwelt stark, z.B. durch Dünger- und Pestizideinsatz.

Nur Biokunststoffe, die aus Abfall- oder Reststoffen hergestellt werden, überzeugen in der Ökobilanz und können sinnvolle Alternativen zu herkömmlichen Plastikverpackungen und -produkten sein. Deshalb setzen wir Biokunststoff aktuell nur sehr gezielt in unserem Sortiment ein.

Klima & Energie

Mit rund 10% trägt die Landwirtschaft erheblich zu den Treibhausgasemissionen der Schweiz bei. Ein Anlass für IP-SUISSE, ihr bestehendes Punktesystem zur Förderung der Biodiversität und zum Ressourcenschutz um Klimaschutzmassnahmen zu erweitern.

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen stellte Agroscope einen Katalog mit Klimaschutz-Massnahmen zusammen, die grosses Potenzial zur Senkung der landwirtschaftlichen Treibhausgase haben. Die Massnahmen werden aktuell in rund 30 Pilotbetrieben getestet. Die Ergebnisse dienen als wissenschaftliche Grundlage zur Entwicklung eines Punktesystems zum Klimaschutz für IP-SUISSE-Betriebe.

Zum Hintergrund: IP-SUISSE fördert eine umweltschonende und tiergerechte Landwirtschaft und kennzeichnet frische und schmackhafte Produkte, die nach strengen Qualitätsrichtlinien produziert werden.

Nachhaltige Produkte

Ob zum Backen oder Kochen – Rapsöl wird in der Küche vielseitig verwendet. Es ist zudem sehr gesund. Kein Wunder also, dass unser Bio-Rapsöl gerne gekauft wird. Dabei ist der Anbau von Raps gar nicht so einfach. Denn der Rapsglanzkäfer macht sich gerne über die gelben Blüten her und kann ganze Ernten vernichten. Das ist insbesondere in der Bioproduktion ein Problem, wo herkömmliche Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt sind. Viele Biobauern und -bäuerinnen sind deshalb nicht bereit, dieses Ertragsrisiko einzugehen.

Mit der Unterstützung von Agroscope haben wir uns deshalb auf die Suche nach einer biologischen Alternative gemacht, die auf entomopathogenen Pilzen basiert. Das Ergebnis hat gezeigt, dass wir den Käfer mit der Alternative zwar in Schach halten können, doch am Ende der Saison ist der Ertragserfolg nicht ausreichend genug. 

Dennoch hat uns die Studie wichtige und neue Erkenntnisse geliefert: Sowohl beim biologischen als auch beim konventionellen Anbau von Raps können Pflanzenschutzmittel eingespart werden, ohne grosse Verluste in Kauf nehmen zu müssen.
Somit ist der Rapsglanzkäferbefall nicht ganz so kritisch einzuschätzen.

Nachhaltiges Lebensmittelsystem

In Europa landen jährlich fast 90 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Jeder von uns wirft pro Jahr im Schnitt 180 Kilogramm Fleisch, Obst, Gemüse oder Milchprodukte weg.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, an dem es in unserem Lebensmittelsystem hakt.

Sowohl die industrielle Massentierhaltung als auch die industrielle Landwirtschaft gehen auf Kosten unserer Umwelt. Sie führen zu einer höheren Luftverschmutzung, zum Verlust der Artenvielfalt und einer Verunreinigung des Bodens, der Flüsse und Seen.

Es ist klar, dass wir etwas ändern und unser Lebensmittelsystem langfristig nachhaltiger gestalten müssen. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten: Mit den ETH-Professoren des ETH Zürich World Food System Centre arbeitete die Migros-Industrie beispielsweise an mehreren Projekten zur Förderung von Nachhaltigkeit, unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft, Fleischproduktion oder Lebensmittelhaltbarkeit. Unser Ziel ist es, neue Lösungen für eine nachhaltige Lebensmittelwertschöpfungskette zu finden und umzusetzen.

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