Navigation

Migros - Ein M besser

Netzwerk für nachhaltige Soja - 23.07.2010 Netzwerk für nachhaltige Soja

Bern - Soja aus umwelt- und sozialgerechtem Anbau beschaffen und gemeinsam den Mehrwert vermitteln: Daran arbeiten wichtige Akteure der Schweizer Soja-Wertschöpfungskette. Coop, Migros, Schweizerischer Bauernverband, IP Suisse, Schweizer Geflügelproduzenten, Schweizerischer Gtreideproduzentenverband, Schweizer Milchproduzenten, Suisseporcs, mehrere Sojahändler sowie WWF Schweiz geben dazu die Gründung eines Netzwerkes bekannt.

ce_29_soja_netzwerk

Die Akteure der Beschaffung und Verwendung von GVO-freier Soja wollen möglichst nur noch verantwortungsbewusst produzierte Soja verwenden, die den Ansprüchen der "Basler Kriterien" bzw. vergleichbarer Standards genügt. Die Basler Kriterien wurden 2004 auf Initiative von Coop und WWF formuliert. Der Mehrwert für die schweizerische Tierproduktion soll bis zu den Konsumentinnen und Konsumenten aufgezeigt werden. Soja ist ein zentraler Rohstoff zur Herstellung von Futtermitteln. Der steigende Fleischkonsum nsbesondere in asiatischen Ländern sowie das Fütterungsverbot von tierischem Eiweiss haben die Produktion von Soja in den letzten 20 Jahren weltweit mehr als verdoppelt und auf rund 230 Millionen Tonnen pro Jahr ansteigen lassen.

Unerwünschte Nebenwirkungen der starken Soja-Nachfrage beseitigen

Die grosse Nachfrage nach Soja ist mitverantwortlich für die Ausdehnung der Anbauflächen im brasilianischen Tropenwald und in artenreichen Savannen. Für Jennifer Zimmermann, Projektleiterin Konsum und Wirtschaft beim WWF, steht fest: "Der Soja-Anbau verursacht grossflächige Zerstörungen von Tropenwäldern und geht in vielen Fällen mit der Missachtung von Arbeiterrechten einher." Die Schweiz importiert für die Herstellung von Futtermitteln jährlich rund 250'000 Tonnen Sojaprodukte. Davon sind bereits heute 50 Prozent nach dem auf den Basler Kriterien Gemeinsame Medienmitteilung von: Coop, Migros, Schweizerischer Bauernverband, IP Suisse, Schweizer Geflügelproduzenten, Schweizerischer Getreideproduzentenverband, Schweizer Milchproduzenten, Suisseporcs, WWF Schweiz 2 basierenden Standard Proterra zertifiziert. Urs Schneider, der als stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes an der Gründung des neuen Netzwerkes beteiligt ist, meint dazu: "Ziel ist es, den Anteil nachhaltig produzierter Soja bis 2014 auf mindestens 90 Prozent zu steigern." In den nächsten Wochen werden die Details zur Umsetzung und Gründung des Netzwerkes ausgearbeitet und weitere Organisationen und Unternehmen der Soja-Wertschöpfungskette zur Mitwirkung eingeladen.

Weitere Auskünfte: