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Die Migros deklariert Klimabilanz ihrer Produkte - 30.03.2011 Die Migros deklariert Klimabilanz ihrer Produkte

Zürich - Auf ihrer Kunden-Plattform Migipedia.ch veröffentlicht die Migros neu die Klimabilanz von über 450 Produkten. Diese bildet den gesamten Lebenszyklus eines Artikels ab. Ersichtlich ist, wie viel Treibhausgase das Produkt insgesamt verursacht und wie viel Prozent bei der Herstellung, der Distribution (Transport und Logistik), der Nutzung und der Entsorgung anfallen.

Mädchen im Kornfeld

Mädchen im Kornfeld

Die Migros hat im Frühling 2008 als erstes Unternehmen in der Schweiz das Label „approved by climatop“ für besonders klimafreundliche Produkte eingeführt. Die CO2-Champions innerhalb eines Produktbereichs zeichnet sie im Laden aus. Nun geht die Migros einen Schritt weiter und publiziert die Klimabilanz von über 450 Produkten wie Reis, Brot, Käse und Apfelsaft auf ihrer Internet-Plattform Migipedia. Wer im Suchfeld auf migipedia.ch das Wort „Klima“ eingibt, sieht alle bilanzierten Produkte auf einen Blick. Sämtliche Berechnungen werden von der unabhängigen Organisation climatop überprüft.

„Die Initiative schafft Transparenz über die Klimabelastung unserer Produkte“, erklärt Oskar Sager, Marketingchef Migros. „Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden für den klimafreundlichen Konsum sensibilisieren. Mit der Deklaration übernehmen wir in der Schweiz eine Pionierrolle; unsere Erfahrungen bringen wir in die internationale Diskussion zum CO2-Fussabdruck von Produkten ein.“ Felix Meier, Leiter Konsum und Wirtschaft bei WWF Schweiz begrüsst den Schritt: „Die Analyse und Berechnungen für die CO2-Deklaration zeigen den Herstellern, wie ihre Produkte abschneiden. Die Transparenz motiviert, Verbesserungen einzuleiten.“

Auf einer Grafik erfährt der Migros-Kunde, wie viel CO2 die berechneten Produkte verursachen. So sieht er, dass pflanzliche Produkte wie Brot generell im grünen, klimafreundlichen, Bereich zu finden sind. Tierische Produkte, wie Eier oder Käse, hingegen sind im gelben Bereich angesiedelt. „Das heisst nicht, dass der Konsument nur noch grüne Produkte kaufen soll – das würde zu einer einseitigen Ernährung führen. Die Deklaration soll den bewussten Konsum fördern; neben der Einordnung in der Grafik ist die Menge des Verbrauchs entscheidend“, erklärt Heinz Schmid, CEO von climatop.

Spannend zu sehen ist, welche Schritte des Lebenszyklus eines Produkts das Klima am meisten belasten. In der Regel entsteht das meiste CO2 bei der Herstellung, beim Vollrahm sind es 92 Prozent der gesamten Menge. Für den Zucker aus Südamerika ist die Distribution (Transport und Logistik) relevant, sie macht 65 Prozent der CO2-Menge aus. Im Bereich Waschmittel ist neben der Herstellung die Nutzung wichtig fürs Klima: Entscheidend ist, bei welcher Waschtemperatur das Mittel wirksam ist.

Die Migros will die Klimadeklaration ihrer Produkte kontinuierlich ausbauen. Bis Ende 2011 werden die Klimadeklarationen von rund 650 Produkte abrufbar sein. Das Unternehmen beteiligt sich auch aktiv am internationalen Kongress zur Klimabilanzierung von Produkten (PCF World Forum), der am 7. und 8. April 2011 in Rüschlikon stattfindet.

Migipedia – Migros geht neue Wege

Auf www.migipedia.ch können Migros-Kunden seit Juni 2010 zu vorläufig 6000 Produkten die Meinung sagen, Wünsche äussern, Fragen stellen und sich informieren. Die Website läuft momentan als Beta-Version und wird laufend weiterentwickelt.

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