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Migros - Ein M besser

Nachhaltige Produktion von Salat aus Hydrokultur - 09.10.2015 Nachhaltige Produktion von Salat aus Hydrokultur

Schönbühl - Am 12. Oktober 2015 wird der Grundstein für den Bau einer für die Schweiz einzigartigen neuen Salatproduktion gelegt. In einem Gewächshaus in Oftringen (AG) wird es zukünftig möglich sein, ganzjährig Salat in nachhaltiger Produktion zu erzeugen. Erste Grossabnehmerin ist die Migros.

Hydrosalat

Patrick Forster, Geschäftsleiter der Trachsel AG in Pfaffnau, ist von dieser Anlage überzeugt: «In diesem Gewächshaus wird es möglich sein, auf der Fläche von einer Hektare rund zwei Millionen Salatköpfe ganzjährig zu produzieren, während dafür draussen ein Feld von rund acht Hektaren Grösse benötigt würde», fasst er einen der grossen Vorteile dieser Anlage zusammen.

Nachhaltig und ressourcenschonend
Aber auch vom Standpunkt der Nachhaltigkeit aus gesehen spricht sehr viel für Salate aus Hydroproduktion: Im Vergleich zu den in der Schweiz üblichen Salatanbauverfahren weist diese Anlage sowohl im Sommer wie auch im Winter deutliche Umweltvorteile aus. Dies ist vor allem durch die Systeminnovationen zu erklären, welche zu einer effizienten Ressourcen¬nutzung führen und Umweltemissionen vermindern. Konkret: «Bei der Hydrokultur wird im Vergleich zum Freilandanbau im Sommer 71 Prozent, im Winter immer noch 62 Prozent weniger Bewässerungswasser benötigt. Ausserdem werden wir die für die Öffentlichkeit nicht nutzbare Abwärme der benachbarten Verbrennungsanlage beziehen können. Damit tragen wir dazu bei, dass die Treibhausgase deutlich reduziert werden» erklärt Patrick Forster. Durch eine viel gezieltere Dosierung kann zudem der Einsatz von Nährstoffen wesentlich reduziert werden.

Umweltbelastung analysiert und Prüfung mit Bravour bestanden
Für die Anlage wurde eine vergleichende Ökobilanz-Studie bei der Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate in Auftrag gegeben. Diese erteilt der Hydroproduktion ausgezeichnete Noten. «Diese Anlage ist ein hervorragendes Beispiel für eine nachhaltig durchdachte Produktion. Auf einer relativ kleinen Fläche wird sehr ressourcenschonend produziert und somit Umwelt und Klima wesentlich weniger belastet» fasst Kai Landwehr, Mediensprecher von myclimate, die Resultate der Studie zusammen.

Die Migros Aare pflegt seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Trachsel AG und bezieht Gemüse, Salat, Gurken und Erdbeeren aus deren Produktion. Diese Produkte werden unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» verkauft. «Aus unserer Sicht wird es mit dieser Frische-Innovation möglich sein, die Wertschöpfung der Salatproduktion während des ganzen Jahres in der Region zu halten», erklärt André Lustenberger, Produkteverantwortlicher der Migros Aare. «Wir sehen diese Produktionsart als sinnvolle Ergänzung zum konventionellen Anbau und wollen deshalb den Salat aus dieser überaus nachhaltigen Produktion auf den frühesten Zeitpunkt hin in unser Frischesortiment aufnehmen.»

Die ersten Salate werden etwa im Februar 2016 im fertiggestellten Gewächshaus gepflanzt. Im Sortiment der Migros Aare werden sie dann erstmals ab etwa Mitte April 2016 zu finden sein.