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Migros - Ein M besser

Jahresmedienkonferenz - 15.03.2016 Migros Luzern mit erfreulichem, aber herausforderndem 2015

Dierikon - Die Genossenschaft Migros Luzern weist für das vergangene Jahr einen Nettoerlös von 1.4 Mil-liarden Franken (-0.1%) und einen EBIT von 53.3 Millionen Franken (-1.5%) aus. Die Anzahl Kun-den, Mitarbeitende und Genossenschaftsmitglieder war ansteigend.

In einem anspruchsvollen Marktumfeld hat sich die Genossenschaft Migros Luzern in ihrem Wirtschaftsgebiet in den Zentralschweizer Kantonen Luzern, Zug, Obwalden, Nidwalden, Uri und Schwyz (ohne Ausser-Schwyz) erfreulich entwickelt. Über alle Sparten erzielte die Migros Luzern einen Nettoer-lös von 1.4 Milliarden Franken (-0.1%) und einen Betriebsgewinn (EBIT) von 53.3 Millionen Franken (-1.5%). Die Konsumentinnen und Konsumenten profitierten von Preisabschlägen in der Höhe von zwei Prozent im Durchschnitt über das gesamte Sortiment. Die Kundenkontakte konnten auf 33.5 Millionen (+0.3%) gesteigert werden. Kundinnen und Kunden kauften durchschnittlich für 36.23 Franken ein (+0.1%). Die Genossenschafter-Basis wuchs erneut um 2‘272 Mitglieder (+1.2%) auf 185‘966. Mit 6107 Mitarbeitenden (+1.3%) bleibt die Genossenschaft Migros Luzern die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz.


Investitionen ins Filialnetz
Die Genossenschaft Migros Luzern hat 2015 Investitionen im Umfang von 39.6 Millionen Franken in ihr Filial- und Standortnetz getätigt. So wurden die Filialen MM und Migros-Restaurant Hofmatt Kriens, M Buochs und M Grabenstrasse Zug vollständig erneuert. Im Wohncenter Emmen eröffnete die Migros Luzern eine neue Micasa-Filiale sowie ein Migros-Restaurant. In Engelberg und Sempach Stadt wurde der Migros-Partner in einen VOI Migros-Partner umgebaut. Das Outlet Dierikon zog Anfang 2016 an den neuen Standort in die Nachbarliegenschaft um. Und die SportXX-Filialen Surseepark und Zugerland wurden um spezielle Outdoor- respektive Laufsport-Sortimente erweitert.


Detailhandel geprägt von Minusteuerung
Im Kerngeschäft, dem Detailhandel, konnte die Genossenschaft Migros Luzern um 2.6 Millionen Franken (+0.2%) zulegen, dies trotz Preisnachlässen im Umfang von zwei Prozent. Das deutliche reale Wachstum von 2.2 Prozent gelang ausschliesslich durch organisches Wachstum mit dem bestehenden Filialnetz der 48 Super-/Verbrauchermärkte, der 22 Fachmärkte und vier Outlets Migros. Für die Fachmärkte melectronics, Micasa, Do it + Garden Migros und SportXX war 2015 vor allem bezüglich der markanten Minusteuerung von fast sechs Prozent sehr herausfordernd. Insgesamt konnten sie aber mehr Kunden bedienen und Waren absetzen, und leicht an Umsatz zulegen (+0.3%).


„Aus der Region. Für die Region.“ und Bio
Erfreulich entwickelten sich wiederum die Verkäufe von regionalen Frischprodukten „Aus der Region. Für die Region.“: Insgesamt erzielte die Migros Luzern mit regionalen Produkten 121.8 Millionen Franken Umsatz (+2.5%, entspricht 13.7% des gesamten Lebensmittelumsatzes). Stark wachsen auf 48.45 Millionen Franken konnte auch das Bio-Sortiment (+19%, entspricht 5.4% des gesamten Lebensmittelumsatzes). Die markante Steigerung ist vor allem auf die Einführung von Alnatura-Bio-Sortimenten in zusätzlichen Migros-Filialen der Zentralschweiz sowie die breite Akzeptanz regionaler Bio-Produkte zurückzuführen.


Gastronomie legt zu
Die Migros-Gastronomie war 2015 sehr erfreulich unterwegs und konnte ihre Umsätze steigern (+2.2%). Alleine in den kleinsten Restaurants, zu finden im Seetal-Center Hochdorf, Sonnenplatz Emmenbrücke, Hofmatt Kriens und im Wohncenter Emmen, konnten mehr als 270‘000 Gäste verpflegt werden. Seit dem 1. August betreibt die Migros Luzern das Personalrestaurant der Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans und verpflegt im Gemeinschaftsgastronomiebetrieb täglich 550 Gäste. Die Sparte Catering Services wurde für zahlreiche Grossanlässe für die Verpflegung von bis zu 1450 Personen beigezogen.


Vielfältige Freizeitangebote
Die Sparte Freizeit verzeichnete insgesamt eine solide Entwicklung. Die drei Zentralschweizer Migros-Fitnessparks Allmend, National Luzern sowie Eichstätte Zug und die acht ONE Training Center (Tochtergesellschaft der Migros Luzern) begrüssten 2015 mehr als zwei Millionen Gäste. In den beiden Sportparks Rontal Dierikon und Pilatus Kriens haben 111‘000 Spielende die verschiedenen Tennis-, Squash- und Badminton-Plätze genutzt. Der heisse Sommer und Wetterpech an Turnieren und Events waren bei den Migros-Golfparks Holzhäusern und Oberkirch für tiefere Gastronomie-Umsätze verantwortlich. Das Gastronomie-Gebäude Holzhäusern befand sich plangemäss im Umbau und wird im April 2016 neu eröffnet. Auf dem Golfpark Oberkirch wurde ein neues Übungsgreen realisiert.
 

Klubschulen mit Sprachangeboten stark
Von den mehr als 600 Klubschul-Angeboten in der Zentralschweiz waren 2015 der Wirtschaftsinformatiker HF, Deutsch, Englisch, Ausbildungen für Ausbildende und Microsoft-Kurse besonders stark nachgefragt. Auch Angebote, die auf die Entschleunigung abzielen, wie Malen, Kochen, Musik oder fernöstliche Entspannung, waren beliebt. Die verschiedenen Sprachkurse blieben die wichtigsten Umsatzpfeiler der Klubschule Migros, gefolgt von Informatik und Neuen Medien sowie den zahlreichen Angeboten im Bereich Bewegung und Gesundheit. Die Klubschule Migros Luzern am Schweizerhofquai konnte nach dem Komplettumbau Anfang 2015 als moderne Bildungsstätte an attraktiver Lage wiedereröffnet werden. Die höheren Fixkosten führten zu einer stärkeren Beanspruchung des Migros-Kulturprozent.


Grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz
Die Genossenschaft Migros Luzern beschäftigte Ende 2015 6‘107 Mitarbeitende (+1.3%), darunter 215 Lernende. Auch bezogen auf die 3‘245 Personaleinheiten wuchs der Mitarbeiterbestand moderat (+0.4%). Damit bleibt die Migros Luzern die grösste private Arbeitgeberin in der Zentralschweiz. Auf das Jahr 2016 wurde die Lohnsumme um ein halbes Prozent erhöht, dies bei einer Jahresteuerung per September von -1.4 Prozent. Ein weiteres halbes Prozent der Lohnsumme wird im Verlauf des Jahres 2016 zur kontinuierlichen Lohnstrukturverbesserung eingesetzt. Zudem wurden alle Mitarbeitenden mit 500 Franken am erfolgreichen Geschäftsgang 2015 beteiligt. 23 Prozent der Belegschaft absolvierten eine interne Weiterbildung. Die Migros Luzern erlangte zum dritten Mal die Zertifizierung „Friendly Work Space“ für ihr systematisches Gesundheitsmanagement und die besonders gesundheitsorientierte Personalarbeit. Und zur Vorbeugung psychischer Belastungssituationen lancierte die Migros Luzern ein umfassendes Gesundheitsprogramm.

Migros-Kulturprozent fördert vielseitig
Jedes Jahr fliesst ein halbes Prozent des Detailhandelsumsatzes der Genossenschaft Migros Luzern ins Migros-Kulturprozent – und in Form von gesellschaftlichen Engagements zurück an die Bevölkerung. 2015 waren es 8.7 Millionen Franken, wovon der grösste Teil der Bildung (Migros-Klubschule) zugutekam. Zudem wurden wiederum zahlreiche Projekte in den Bereichen Kultur, Soziales, Freizeit, Sport und Wirtschaft unterstützt.