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"Wir leben vom Hutgeld" - 22.04.2016 "Wir leben vom Hutgeld"

Strassenkünstler aus aller Welt treten am Aufgetischt St. Gallen und am Buskers Chur auf. Auch Comedy-Jongleur Kaspar Tribelhorn ist mit von der Partie.

Kaspar Tribelhorn begeistert.

Der Aargauer Kaspar Tribelhorn hat eine spezielle Berufsbezeichnung: Comedy-Jongleur und Feuerkünstler. Mit seiner Strassenshow tritt er in der Schweiz und in ganz Europa auf. Am 6. und 7. Mai ist er am Aufgetischt in St. Gallen zu bewundern.
 

Kaspar Tribelhorn, Sie haben viele verschiedene Talente – Jonglage, Comedy, Feuerkunst. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
Jonglieren war jahrelang ein Hobby von mir. Vor rund fünf Jahren beschloss ich, mich drei Monate in einen Proberaum zurückzuziehen,
um ein Programm zu entwickeln. Nach zwei Jahren bei einem Zirkus habe ich anschliessend meine erste Strassentournee gestartet.


Lief von Anfang an alles gut?
Nein, bei der ersten Show ist niemand stehen geblieben. Ich habe viel dazugelernt. Für Strassenkünstler ist der erste Schritt der schwierigste: Man muss die Aufmerksamkeit der Zuschauer wecken! Ausserdem muss man den Spannungsbogen der Show auch so gestalten, dass die Leute bis zum Schluss bleiben und etwas in den Hut werfen.


Genau, an Festivals wie dem Aufgetischt St. Gallen ist das Hutgeld des Publikums Ihre Gage. Gibt das Rückenschmerzen vom Münzenschleppen oder eher Kummer darüber, wie man finanziell über die Runden kommt?
Es ist immer noch beides. An Festivals sind die Zuschauer meist sehr wohlwollend, weil sie wissen, dass wir vom Hutgeld leben. Aber als Künstler tragen wir an solchen Veranstaltungen natürlich auch das Wetterrisiko.


Sie treten dieses Jahr zum ersten Mal am Aufgetischt in St. Gallen auf. Mit welchen Gefühlen kommen Sie in die Ostschweiz?
Ich freue mich! Das Aufgetischt St. Gallen hat in unserer Szene einen guten Ruf, und ich finde es immer lässig, andere Künstler zu treffen und die Festivalatmosphäre aufzusaugen.

Die beiden Strassenfestivals Aufgetischt St.Gallen und Buskers Chur dürfen auf die Förderung des Migros-Kulturprozents zählen.