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Migros - Ein M besser

Ein zufriedenstellendes Jahr 2015 für die Migros Ostschweiz - 22.03.2016 Ein zufriedenstellendes Jahr 2015 für die Migros Ostschweiz

Gossau - Die Migros Ostschweiz kann auf ein gutes Jahr 2015 zurückblicken. Die erzielten Umsätze liegen mit 2.38 Milliarden Franken leicht unter dem Vorjahr. Der Gewinn beträgt 56.4 Millionen Franken.

Die Migros Ostschweiz erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 2.38 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Rückgang von 1.5 Prozent bzw. 37 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr. Davon sind 31 Millionen Franken bzw. 1.3 Prozent auf die Minusteuerung zurückzuführen. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 war für die Grenzfilialen besonders schmerzhaft. Sie verloren mit 3 Prozent überproportional Umsatz.

 

Supermarkt: starkes Wachstum bei biologischen und regionalen Produkten

Die Supermärkte, die rund 77 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, weisen einen Umsatzrückgang von 1.6 Prozent oder 31 Millionen Franken aus. Die Minusteuerung lag dabei bei 1.1 Prozent. Die konsequente Fokussierung auf Frische und Regionalität hat sich weiter bezahlt gemacht. Auf hohem Niveau konnten die Umsätze der Produkte aus dem Programm „Aus der Region. Für die Region.“ um rund 5 Prozent auf 220 Millionen Franken und von biologisch hergestellten Produkten um über 9 Prozent auf 121 Millionen Franken gesteigert werden.

 

Fachmärkte: Deutlich mehr Waren abgesetzt

Die Fachmärkte setzen zwar insgesamt deutlich mehr Waren ab, verzeichnen aber einen Umsatzrückgang von 7 Millionen Franken bzw. 2.8 Prozent. Die Minusteuerung von 5.2 Prozent belastete die Ergebnisse deutlich stärker als im Vorjahr (-2.2 Prozent). Mit einer Minusteuerung von 9.1 Prozent besonders stark betroffen war Melectronics.

 

Gastronomie: Erfreuliche Entwicklung in den jungen Geschäftsfeldern

Der Bereich Gastronomie/Hotel entwickelt sich weiter erfreulich und konnte besonders in den jungen Geschäftsfeldern Gemeinschaftsgastronomie, Catering Services sowie Schnellverpflegungsgastronomie (Chickeria) zulegen. Das Hotel Säntispark schloss das erste volle Betriebsjahr nach seiner Erweiterung ab und steigerte den Umsatz um 31.6 Prozent. Insgesamt nahm der Umsatz im Bereich Gastronomie/Hotel um 4.9 Prozent auf 128 Millionen Franken zu.

 

Freizeit: Beliebte MFIT-Trainingszentren

In den mittlerweile acht MFIT-Trainingszentren trainieren bereits weit über 10‘000 Personen regelmässig. Aufgrund der umfassenden Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten in der Bäderwelt des Säntisparks weist die Sparte Freizeitanlagen trotz Umsatzsteigerungen bei den Fitnessanlagen einen Rückgang von 1.7 Prozent auf.

 

Stabile Handelsmarge, leichter Rückgang der Kosten

Die Preisnachlässe im Detailhandel wurden weitgehend mit tieferen Beschaffungspreisen kompensiert, wodurch die Handelsmargen auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnten. Die Betriebskosten nahmen um 1.3 Prozent ab, was hauptsächlich auf tiefere ausserordentliche Personalkosten zurückzuführen ist.

 

Gewinnrückgang aufgrund des Wegfalls ausserordentlicher Erträge

Der EBIT nahm um 3.6 Millionen Franken auf 74.2 Millionen Franken ab, während der Gewinn um 10.8 Millionen Franken auf 56.4 Millionen Franken zurückging, da im Vergleich zum Vorjahr keine Erträge aus Liegenschaftsverkäufen mehr anfielen.

 

Investitionen aus dem Cash Flow finanziert, kerngesunde Bilanz

Der Cash Flow von 175.5 Millionen Franken reichte bei Weitem aus, um die Investitionen von 122.2 Millionen Franken zu finanzieren. Die Bilanzrelationen verbesserten sich weiter. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 65 Prozent der Bilanzsumme. Die Migros Ostschweiz ist schuldenfrei.

 

Weiterhin hohe Investitionen in die Attraktivität der Standorte

Im Jahr 2015 wurden mehrere Supermärkte und Fachmärkte im gesamten Wirtschaftsgebiet umfassend erneuert. Ausserdem konnten in Domat/Ems und Zuzwil neue Supermärkte und in Davos ebenfalls ein Supermarkt sowie ein Migros-Restaurant eröffnet werden. In Gossau und Buchs entstanden zwei weitere MFIT-Trainingszentren, in Buchs und Zürich Oerlikon – dem ersten Standort ausserhalb des angestammten Wirtschaftsgebietes – zwei neue Chickeria Restaurants. Im Säntispark in Abtwil wurde die neu gestaltete Kinderbadewelt sowie die erneuerte Saunalandschaft eröffnet. In einer weiteren Bauphase werden bis im Herbst 2016 acht neue Rutschbahnen erstellt. In diesem Jahr stehen ausserdem noch diverse weitere Bauprojekte an: Eröffnet werden zwölf neue Supermärkte, sechs zusätzliche Chickeria-Restaurants, zwei SportXX-Fachmärkte sowie zwei MFIT-Trainingszentren. 

 

Nachhaltigkeit weiterhin im Fokus

Die Migros Ostschweiz setzte im vergangenen Jahr weitere Akzente im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogrammes „Generation M“. So wurde das Angebot an Produkten mit ökologischem und sozialem Mehrwert weiter ausgebaut. Bei allen Bauprojekten gehören energieeffiziente Massnahmen zum Standard, so zum Beispiel die Erfüllung des Minergie-Standards, der Einsatz von LED-Beleuchtungen und die Nutzung der Abwärme von Kälteanlagen. In Zuzwil entstand die erste Migros-Filiale, deren jährlicher Strombedarf durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu hundert Prozent gedeckt werden kann. Auch in der Logistik konnten Fortschritte erzielt werden: Die Lastwagenflotte wurde weiter modernisiert und die Verlagerung der Warentransporte von der Strasse auf die Schiene konsequent fortgeführt.

 

Attraktive Arbeitgeberin und Ausbildnerin

Die Migros Ostschweiz konnte im Jahr 2015 neue Stellen schaffen: Am 31.12.2015 waren 9‘328 (Vorjahr: 9‘254) Mitarbeitende bei der Migros Ostschweiz angestellt. Im Jahresdurchschnitt entspricht dies 6‘005 (Vorjahr: 5‘988) Vollzeitstellen. 527 Lernenden wird in 23 verschiedenen Lehrberufen ein motivierender Einstieg ins Berufsleben geboten. Dank ihrem systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagement trägt die Migros Ostschweiz das Label „Friendly Work Space“. Die Bruttolohnsumme wurde per 1.1.2016 um 0.5 Prozent angehoben.

 

Kulturprozent: 11.8 Millionen Franken vergeben

Das Kulturprozent der Migros Ostschweiz vergab im Jahr 2015 rund 11.8 Millionen Franken in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Freizeit, Sport und Wirtschaftspolitik. 60 Prozent davon flossen in die zehn Standorte der Klubschule Migros im Wirtschaftsgebiet. Über 60‘000 Personen starteten im Jahr 2015 einen Kurs in einer Ostschweizer Klubschule.