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Migros - Ein M besser

Erweiterung Migros-Logistikplattform - 01.09.2016 Erweiterung Migros-Logistikplattform: Öffentliche Auflage ab 7. September

Moosseedorf - Die Pläne zur Erweiterung der Migros-Logistikplattform in Schönbühl/Moosseedorf gehen in die nächste Runde: Vom 7. September bis am 7. Oktober 2016 liegt das Projekt öffentlich auf. Am 15. September findet ein weiterer öffentlicher Informationsabend statt. Voraussichtlich am 10. Dezember 2016 werden die Stimmberechtigten von Moosseedorf an der Gemeindeversammlung über die nötigen planungsrechtlichen Anpassungen befinden können. Besonderes Augenmerk wird bei der Projektüberarbeitung auf Verkehrsfragen bei der Anlieferung gelegt. Dieses Thema hatte in der Mitwirkung zu Eingaben aus der Nachbarschaft geführt.

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Das Verteilzentrum der Genossenschaft Migros Aare in Schönbühl (Gemeinde Moosseedorf) stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Deshalb prüft die Migros Möglichkeiten, wie sich die Infrastrukturanlagen erweitern liessen. Eine Machbarkeitsstudie ergab, dass eine Erweiterung am heutigen Standort machbar ist. Allerdings bedingt dies Zonenplan- und Baureglementsänderungen. Die Gemeinde Moosseedorf hat gemeinsam mit der Migros die entsprechenden planerischen Schritte in die Wege geleitet. Nach der Mitwirkung im Frühling erfolgt jetzt die öffentliche Planauflage, ehe das Geschäft am 10. Dezember 2016 der Gemeindeversammlung vorgelegt wird.

 

Drei Planungsgebiete – eine Neueinzonung
Die vorgesehenen Erweiterungen des Verteilzentrums betreffen drei unterschiedliche Planungsgebiete. Für zwei davon (Moosmatt und Moosbühl) bestehen rechtskräftige Überbauungsordnungen, die jedoch angepasst werden müssen. Es handelt sich einerseits um die bereits heute von der Migros für Verkauf und Logistik genutzten Flächen (u.a. Shoppyland), andererseits um das Gebiet jenseits der Autobahn A6 (Areale Schaerer, Peugeot, südlicher Teil Obi-Fachmarkt). Beim dritten Gebiet (Moosmatt Süd) geht es um eine knapp 1 Hektare grosse Parzelle südlich der Bahnlinie, die heute landwirtschaftlich genutzt wird und deshalb einer Einzonung bedarf.

 

Problemzone Verkehr
Wie die Mitwirkung gezeigt hat, ist der Erweiterungsbedarf der Migros weitgehend unbestritten. Die fünf Mitwirkungseingaben drehten sich in erster Line um Verkehrsfragen. Um das Verkehrsaufkommen auf eine verlässliche Basis abstützen zu können, hat die Gemeinde eine Verkehrserhebung in Auftrag gegeben. Diese weist auf der Moosbühlkreuzung täglich rund 32‘000 Fahrzeuge aus, davon 2700 Lastwagen. Nur rund 200 dieser LKW-Fahrten stehen in Zusammenhang mit der Migros. Anhand dieser Analysen kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrbelastung der Moosbühlkreuzung durch das Erweiterungsprojekt während der Stosszeiten ein bis zwei Prozent betragen wird. Zwischen der Gemeinde und der Migros wird derzeit ein Infrastrukturvertrag ausgehandelt, der die Anzahl LKW-Fahrten tagsüber und nachts reglementiert.

 

Gemeindeversammlung im Dezember
Die Vorprüfung durch den Kanton, deren Ergebnis der Gemeinde Anfang August zugestellt wurde, fällt grundsätzlich positiv aus. Der Kanton verlangt noch Detailklärungen bei bestehenden oder vorgesehenen Gewässerflächen. Noch vertieft nachzuweisen ist, dass die Strassengeometrie für die Zufahrt mit LKWs tatsächlich ausreichend ist. Nach der öffentlichen Auflage wird der Gemeinderat den Stimmberechtigten die Anpassungen des bestehenden Überbauungsplans, der Überbauungsvorschriften und des Baureglements an der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember zur Abstimmung vorlegen.

 

Info-Abend am 15. September
Am 15. September 2016, 20.00 Uhr, Kirchgemeindehaus Moosstrasse 4, Moosseedorf, laden die Gemeinde Moosseedorf und die Migros zu einem weiteren Informationsabend ein.

 

Alle Dokumente zur öffentlichen Auflage sind abrufbar unter: www.moosseedorf.ch