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Migros - Ein M besser

05.10.2016 - Stellungnahmen Lauterkeitskommission rügt die Migros – Unsere Stellungnahme

Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) rügt die Migros, was in verschiedenen Presseberichten thematisiert worden war. Nachfolgend unsere Stellungnahme zu diesem Thema, die wir auch auf generation-m.ch publiziert haben.

Die Migros hat 2014 folgendes Versprechen zum Thema Bienenschutz lanciert: „Wir versprechen Noah, ab Ende 2014 nur noch Insekten- und Pflanzenschutzmittel anzubieten, die Bienen nicht gefährden.“ Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die Information zum Versprechen -  auf unserer Website nach deren Meinung missverständlich ist. Die Migros nimmt dies zur Kenntnis und hat darum freiwillig auf Empfehlung der SLK das Versprechen von der Website entfernt.

Inhaltlich stützt sich die Migros in ihrem Versprechen zum Thema Bienenschutz explizit auf die Greenpeace-Studie «Bye bye Biene?», welche 2013 veröffentlicht wurde. In dieser Studie erwähnt Greenpeace 7 Wirkstoffe mit einer bienenschädlichen Wirkung (vergl. Greenpeace Studie Tab. 1, Seite 8). Greenpeace hat einige Wirkstoffe identifiziert, die zusätzlich zu einer direkten, auch bei einer indirekten Exposition für Bienen schädlich sind. Es besteht auch bei der korrekten Anwendung für Bienen weiterhin eine Gefahr. Zu den in diesem Zusammenhang beobachteten Auswirkungen zählen bspw. eine erhöhte Sterblichkeit und Entwicklungsstörungen bei Larven. Die Migros führte ursprünglich 10 Produkte, die diese Wirkstoffe beinhaltet haben. Diese Produkte wurden vollständig liquidiert oder umgestellt. Mit dieser Massnahme war die Migros die erste Detailhändlerin in der Schweiz, welche zum Schutz der Bienen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausging. 

Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) hat beanstandet, der Bezug zur Greenpeace-Studie «Bye bye Biene?» von 2013 auf unserer Website sei nicht deutlich genug und zudem inhaltlich zu kompliziert gewesen. Auf Empfehlung der SLK hat die Migros darum die beanstandeten Passagen freiwillig von der Website entfernt.

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