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Migros - Ein M besser

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23.03.2021 - Medienmitteilungen Erfolgreich Dank starkem Teamwork

Dierikon - Trotz der vielen Herausforderungen, die das Corona-Jahr 2020 mit sich brachte, erzielte die Migros Luzern mit einem Nettoverkaufsumsatz von 1.52 Milliarden Franken (+5%) und einem EBIT von 53.3 Millionen Franken (+24%) ein sehr gutes Geschäftsergebnis. Die starken Umsätze im Detailhandel konnten die Ausfälle in den geschlossenen Geschäftsbereichen auffangen.

Die Detailhandelssparte der Migros Luzern, welche die Super- und Fachmärkte umfasst, profitierte von der durch die Corona-Pandemie beeinflussten stark gestiegenen Nachfrage über das ganze Jahr hinweg. Sie verzeichnete ein Wachstum von 91.7 Millionen Franken (+7.5%). Allein die Super-/ Verbrauchermärkte erzielten ein Umsatzwachstum von 9.7%. Die Geschäftsfelder Gastronomie (-47%), Klubschule (-31%) und Freizeitanlagen (-20%) waren durch Schliessungen oder betriebliche Einschränkungen stark betroffen und mussten grosse Einbussen verkraften.

In diesem aussergewöhnlichen Jahr veränderte sich das Kundenverhalten: Kleinere Filialen wurden für den Einkauf bevorzugt. Die Läden wurden weniger oft besucht (-9% bei den total 32'181'514 Kundenkontakten), dafür haben die Kundinnen und Kunden zu einem höheren Warenwert eingekauft (+16%, 41.41 Franken durchschnittlich). Durch die App AMIGOS ermöglichte die Migros gemeinsam mit Pro Senectute Nachbarschaftshilfe: In der Zentralschweiz brachten freiwillige Helfer über 4000 Bestellungen zu Angehörigen der Risikogruppe nach Hause.

Die 5836 Mitarbeitende (-2.2%, entspricht -0.4% der Personaleinheiten) haben durch ihren ausserordentlichen Einsatz zu einem erfolgreichen Jahresergebnis beigetragen. Die Migros honorierte dies mit einer speziellen Corona-Dankeschön-Prämie und einer Erfolgsprämie von jeweils 500 Franken (total 3.7 Millionen Franken). Viele soziale Projekte sowie Sport- oder Kultur-Veranstaltungen konnten 2020 nicht durchgeführt werden. Hier zeigte sich das Migros-Kulturprozent als kulante und verlässliche Partnerin, die auch in Krisenzeiten Unterstützung bietet. Wie in den Jahren zuvor hat auch die Genossenschafterbasis zugenommen und ist auf 198'849 Besitzerinnen und Besitzer (+0.8%) angestiegen.

Supermarkt mit 2579 m2 mehr Verkaufsfläche

Die Migros Luzern investierte mit 69.5 Millionen Franken in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Standorte. Erneuert wurden die Filialen M Rain, M Brüelstrasse Luzern, M Bruchstrasse Luzern, Migros-Partner Weggis sowie das Einkaufscenter Herti, die Bäderlandschaft im Fitnesspark National Luzern und die Fachmärkte SportXX Zugerland Steinhausen und Do it + Garden Mythen Center Schwyz. Die zwei neuen Filialen M Würzenbachstrasse Luzern und M Oberkirch kamen dazu. Im Frühling 2020 schloss die Interio-Filiale im Wohncenter Emmen. Über die letzten drei Jahre hinweg fand der Ausbau der Betriebszentrale in Dierikon statt, welcher Ende 2020 mit der neuen Automatisierungsanlage für die Kommissionierung von Früchten und Gemüse abgeschlossen wurde. Total zählt die Migros Luzern 139 Standorte in der Zentralschweiz.

Weitere Preisreduktionen und viel Regionales

Erneut wurden bei 700 Produkten im Supermarkt-Sortiment die Preise gesenkt. Die steigende Nachfrage bei Regionalen- und Bioprodukten, die sich bereits in den letzten Jahren zeigte, wurde auch im Jahr 2020 fortgesetzt. Erstmals erzielte die Migros Luzern dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit regionalen Produzentinnen und Produzenten über 150 Millionen Franken Umsatz (+ 8.4%) mit "Aus der Region. Für die Region."-Produkten. Das Biosortiment erzielte 106 Mio. Franken Umsatz (+20.2%).

Fachmärkte trotz Schliessung erfolgreich

In der Zentralschweiz stieg das Bedürfnis nach dem Verschönern der Wohnung oder des Gartens, nach Bewegung im Freien oder nach Infrastruktur fürs Homeoffice. Die Fachmärkte profitierten von der erhöhten Nachfrage in diesen Sparten und konnten trotz Lockdown ein gutes Jahresergebnis erwirtschaften. Dabei ist auch der Anteil des Onlineumsatzes deutlich gestiegen und machte 10 Prozent des Fachmarkt-Umsatzes aus.

Schwieriges Jahr für die Gastronomie

Die Absage von Grossveranstaltungen spürte insbesondere das Migros-Catering, welches auch in der Swissporarena die Stadionverpflegung betreibt. Der Trend zum Homeoffice sowie die zwei Lockdowns schlugen sich in rückläufigen Ergebnissen bei den Migros-Restaurants und Take Aways nieder.

30 Prozent Mehrmengen in Produktion und Grosshandel

Die grosse Nachfrage nach Lebensmitteln spürte auch die Produktion und Logistik. Übers ganze Jahr hinweg konnten 30 Prozent an Mehrmengen bereitgestellt werden. Dies war nur möglich dank personeller Unterstützung aus anderen Geschäftsbereichen der Migros Luzern: Beispielsweise halfen 70 Mitarbeitende aus der Gastronomie in der Fleischverarbeitung aus. Zudem konnte man im Corona-Jahr vom Ausbau der Betriebszentrale profitieren, insbesondere durch die Vergrösserung der Flächen für Bereitstellung und Warenumschlag. Mit einer neuen Solaranlage und dem 2019 erstellten Biomasse-Heizkraftwerk wurde die Betriebszentrale in Dierikon auch energieeffizienter. Ein Drittel des Stromverbrauchs kann die Migros Luzern selbst produzieren.

50 Prozent Mieterlass in den Einkaufscentren

Da die Geschäftsmieter in den Einkaufscentern stark vom Lockdown und den betrieblichen Einschränkungen betroffen waren, gewährte die Migros Luzern als Vermieterin den betroffenen Partnergeschäften einen Mieterlass von 50 Prozent für die Zeit der Ladenschliessung. Als einziges der drei grossen Migros-Einkaufscenter in der Zentralschweiz konnte der Surseepark mit 176.3 Millionen. Franken Umsatz (+1%) und 2.22 Mio. Besuchern (+1%) zulegen. Hier wirkten sich die Investitionen im Jahr 2019 positiv aus. Sowohl der Länderpark Stans mit 157 Mio. Franken (-5%) und 1.99 Mio. Besuchern (-10%) als auch das Zugerland Steinhausen mit 198.6 Mio. Franken (-7%) und 2.61 Mio. Besuchern (-13%) verzeichneten rückläufige Zahlen. Erfreulich und erfolgreich war die Neueröffnung des umgebauten Einkaufscenter Herti in Zug.

Digitalisierungsschub in der Bildung

Die Kurse in den Klubschulen der Migros Luzern wurden coronabedingt grösstenteils auf Online-Unterricht umgestellt, teilweise fanden auch Mischformen mit Teilnehmenden vor Ort und Videoschaltungen statt. Dabei wurden insgesamt 9021 Online-Meetings mit 76'472 Teilnehmenden durchgeführt. Trotzdem gingen die Kursgeldumsätze über alle Sparten hinweg um 29.9 Prozent zurück. Am stärksten waren die Bereiche "Kultur & Kreativität" (-39.4%) und "Bewegung & Gesundheit"

(-35.2%) betroffen, da diese auf Präsenzunterricht angewiesen sind. Bereits vor Corona waren einzelne Weiterbildungen am Institut für berufliche Aus- und Weiterbildung (IBAW) onlinebasiert. Dieses Angebot wurde im Jahr 2020 noch ausgebaut. Zusätzlich konnte das IBAW ihr Weiterbildungsangebot im Bereich Wirtschaft durch eine exklusive Partnerschaft mit der Fachhochschule Nordwestschweiz erweitern.

Neue Badelandschaft und boomendes Golf

Auch die Ergebnisse der Freizeitanlagen sind durch den Lockdown geprägt. Die Fitness-, Golf- und Sportparks erzielten zusammen mit der Tochterfirma ONE Training Center einen Nettoumsatz von 45.68 Millionen Franken (-20.3%). Als starker Vertrauensbeweis profitierten alle Abo-Kundinnen und -Kunden dieser Anlagen für den Zeitraum der Schliessung von einer Zeitgutschrift. Im Fitnesspark National wurde die ganze Badelandschaft inklusive einer Original-Kelo-Sauna neugestaltet und im November wiedereröffnet. Die Golfanlagen profitierten ab Mai vom Bedürfnis der Bevölkerung, sich draussen zu bewegen. Das FunGolf-Angebot, speziell auf Nicht-Golfer ausgerichtet, fand grossen Anklang. Im September war der Golfpark Holzhäusern Gastgeber der Ladies European Tour, dem einzigen Frauen-Profiturnier der höchsten europäischen Stufe in der Schweiz, welches vom 9. -12. September 2021 zum zweiten Mal ausgetragen wird.

3.7 Millionen Franken Prämien für Mitarbeitende

Die Herausforderungen im Corona-Jahr konnten nur dank dem grossen Engagement aller Mitarbeitenden so erfolgreich gemeistert werden. Die Migros Luzern wertschätzte diesen Einsatz mit einer Corona-Prämie im Wert von insgesamt 1.7 Millionen Franken. Zusätzlich zahlte sie eine Erfolgsbeteiligung im Gesamtumfang von rund 2 Millionen Franken aus. Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin hat die Migros Luzern 2020 zudem die Lohnlücke der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden von 80 auf 100% geschlossen, was einem Betrag von rund 1 Million Franken entspricht. Auch in der Ausbildung und Nachwuchsförderung nimmt die Migros Luzern ihre Verantwortung wahr. Im Sommer 2020 schlossen 80 Lernende ihre Grundbildung ab, rund 80 Prozent davon bleiben weiterhin im Unternehmen tätig. Beim Projekt "Mitenand", das Jugendlichen mit Leistungseinschränkung eine Eingliederung in die Arbeitswelt bietet, konnten sieben Absolventen und Absolventinnen ihren Abschluss feiern.