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Solarstrom vom Beerenfeld

Unten Beeren, oben Strom, die Migros mittendrin

Himbeeren brauchen Sonne, mögen aber keine Hitze. Die dynamischen Solarpanels des Start-ups Insolight schaffen dafür die idealen Bedingungen – und produzieren nebenbei noch Strom. Die ersten, die von diesen energiepositiven Beeren essen werden, sind die Kund*innen der Migros. Weil wir das Pionierprojekt seit Beginn unterstützen.
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Wenn neben den Beeren auch noch sauberer Strom geerntet wird

Wie schaffen wir es, Solarstrom im grossen Stil zu produzieren, ohne dafür wertvollen Boden zu verlieren? Indem wir die Stromproduktion mit der Landwirtschaft kombinieren. Stichwort: Agro-Fotovoltaik. Wie das geht, zeigt eine Versuchsanlage in Conthey VS. Auf den Feldern der Forschungsanstalt Agroscope wachsen Himbeeren unter einem futuristisch anmutenden Solardach statt unter Plastiktunneln. Ab 2022 wird der Versuch auf Erdbeeren ausgeweitet. Geht es nach den Plänen von Insolight, stehen solche Dächer bald in grosser Zahl auf Feldern und Plantagen. 

Klima & Energie
4 600 ha

geeignete Landwirtschaftsfläche gibt es in der Schweiz.

Die Fläche von mehr als 6 000 Fussballfeldern eignet sich in der Schweiz laut Insolight für die Installation von Agro-Fotovoltaik. Damit könnte Strom für mindestens 800 000 Haushalte produziert werden.

Klima & Energie
Bis 18 000 kWh

produziert die Versuchsanlage pro Jahr.

Die erwartete Stromproduktion der Versuchsanlage der Agroscope in Conthey entspricht dem jährlichen Verbrauch von fünf bis sechs Haushalten.

Klima & Energie
52 kcal

enthalten 100g rohe Himbeeren.

Klima & Energie
2023

werden die ersten energiepositiven Beeren von Schweizer Feldern in ausgesuchten Migros-Filialen zu kaufen sein.

Ein Projekt mit der Migros und für den Standort Schweiz

Wir von der Migros sind von Anfang an mit dabei bei diesem Projekt und unterstützen Insolight als globale Partnerin während vier Jahren. Weil wir finden, dass es ein geniales Projekt ist.

Es ist ein geniales Projekt: Sehr innovativ, bestechend einfach und gut skalierbar.

Thomas Paroubek, Leiter Direktion Nachhaltigkeit & Qualität

Die kurzen Transportwege in Kombination mit der Produktion von Solarstrom beeinflussen Energie- und CO2-Bilanz der Früchte positiv. Die ersten der sogenannten «energiepositiven» Beeren sind frühestens 2023 in ausgesuchten Migros-Filialen erhältlich. Der Plan sieht vor, dass bis dahin erste Anlagen bei Landwirt*innen installiert sind; Beeren vom Versuchsfeld der Agroscope sind nicht für den Verkauf bestimmt. 

«Es ist ein Projekt, das bestens zu uns passt», sagt Thomas Paroubek. Weil die Investition in Insolight auch eine Investition in den Produktionsstandort Schweiz ist; eines der Kernanliegen der Migros, komprimiert im Slogan: «Aus der Region. Für die Region.»

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Zuerst kommt die Beere, dann der Strom

Die Versuchsanlage in Conthey misst 165 Quadratmeter, 176 Panels sind installiert, ausgerichtet nach Süden. Das System besteht aus zwei Glasschichten. Die obere ist geriffelt und bündelt das Sonnenlicht in feine Streifen. Auf die untere sind PV-Zellen in Streifen aufgedampft. Die untere Schicht verschiebt sich: Die Panels lassen zwischen 75 Prozent und 15 Prozent des Sonnenlichts durch. Das System justiert stufenlos, damit für die Beeren stets das perfekte Klima herrscht.

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Gemeinsam erfolgreich: Wir sind einer von vielen Partnern

Die Versuchsanlage hat Insolight gemeinsam mit Romande Energie (RE) und Agroscope konzipiert. RE als grösste Energieversorgerin der Westschweiz hat die Anlage installiert und finanziert. Sie wertet den energetischen Teil des Projekts aus und hilft Insolight dabei, die Technik dann auf den Markt zu bringen. Während des Pilots stehe für RE die künftige Nutzung im Fokus, sagt Vanina Nicolier, bei RE Projektleiterin für nachhaltige Energie: «So stellen wir sicher, dass die Anlage perfekt auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft abgestimmt ist.»

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Beeren wachsen an verkabelten Sträuchern

Die Himbeere ist eine sensible Pflanze. Sie braucht viel Pflege, mag weder zu viel noch zu wenig Licht, verträgt Hitze schlecht, Regen und Hagel gar nicht. Das sagt Bastien Christ, der bei Agroscope die Forschungsgruppe Beeren leitet. Auf dem Versuchsfeld sind die Sträucher komplett verkabelt. Die Fotosynthese wird ebenso dokumentiert wie der Wassertransport in der Pflanze, sämtliche Vitalwerte werden erfasst, die Rückschlüsse auf das Wachstum und die Fruchtbildung zulassen. Die ersten Erkenntnisse sind vielversprechend.

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Gut für die Menschen, gut für das Klima, gut für die Landschaft

Die Hitze im Sommer ist zunehmend eine Herausforderung für die Landwirtschaft. Was es laut Bastien Christ braucht, ist eine dynamische Beschattung. Die ist mit Plastiktunnels sehr aufwendig. Es ist diese Kombination von verschiedenen Funktionen, in der wir grosses Potenzial sehen: Sonnen- und Wetterschutz, Optimierung des Ernteertrags und quasi als Nebenprodukt baut die Bäuerin, der Bauer, Strom an.

Schöner für die Landschaft, besser für die Umwelt? Agro-Fotovoltaik macht es möglich.

Das System von Insolight ersetzt die Plastiktunnels in der Landwirtschaft. Schöner Nebeneffekt, wenn man so will: Die Bäuerin, der Bauer erntet neben Früchten und Gemüse auch noch Solarstrom.

Eine Idee ist nur so gut, wie sie sich in der Praxis bewährt: Auf dem Versuchsfeld der Agroscope in Conthey VS wird das System Insolagrin seit Herbst 2021 getestet – um zu beweisen, dass das Konzept funktioniert, und einige Fragen mit Fakten zu beantworten. Etwa: Wie hoch ist der Ertrag bei den Beeren? Und bei der Stromproduktion?

  • sonne

    165 Quadratmeter Fläche

    sind in Conthey mit dem System Insolagrin überdacht.

  • sonne

    176 Solarpanels

    sind in Conthey verbaut. Das System ist in zwei Schichten geteilt: Das obere Glas ist geriffelt und bündelt das Licht in Streifen. Auf dem unteren Glas sind Streifen von PV-Zellen angebracht.

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    4 Reihen

    Die Panels sind in vier Reihen, ausgerichtet nach Süden, aufgeteilt. Sie stehen neben konventionellen Plastiktunnels, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen.

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    3 Funktionen

    vereint das System von Insolagrin in sich: Sonnenschutz, Wetterschutz und die Stromproduktion.

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    15 Prozent

    des Sonnenlichts lässt das System lediglich passieren, wenn die Himbeeren Schatten brauchen. Die restlichen 75 Prozent werden gebündelt und auf die PV-Zellen gelenkt.

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    75 Prozent

    des Lichts lassen die PV-Module durch, wenn die Beeren Sonnenlicht und Wärme brauchen. Das andere Extrem.

Vom Labor auf das Feld

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