Navigation

Migros - Ein M besser

Nachhaltig sein:

Wir reden nicht nur drüber, wir machen es. Mehr erfahren!

So lüften wir im Winter richtig

Richtig lüften: 10 goldene Regeln

Ein gutes Raumklima ist die halbe Miete. Und trägt zum Wohlbefinden und auch zur Gesundheit bei. Das wissen wir nicht erst seit der Corona-Pandemie. Fehler kann man – wie überall – trotzdem machen.

Es liegt auf der Hand: Frischluft ist wichtig – auch für das Wohlfühlklima in unseren vier Wänden. Wer nicht regelmässig die Fenster aufreisst, dem droht Schimmel. Das kann die Gesundheit gefährden. Und deshalb lüften wir. Auch im Winter. Damit dabei nicht zu viel wertvolle Wärme verloren geht, ist die Lüft-Technik wichtig. Voilà – die 10 goldenen Regeln. 

1. Basiswissen – wie warm darfs denn sein?

Beim subjektiven Temperaturempfinden gibt es natürlich Unterschiede. Manche schlafen besser, wenn sie sich bei kühlen Temperaturen extrafest in ihre Decke kuscheln können. Andere schätzen es wärmer. Man ahnt es womöglich bereits, natürlich gibt es eine Empfehlung. So rät das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu angenehmen 20 Grad in den Wohnräumen und 18 Grad im Schlafzimmer. Übrigens: Pro Grad, das wir wärmer heizen, erhöht sich der Energiebedarf um 6 Prozent. Das Thermometer liefert aber nur die halbe Wahrheit zur Definition eines guten Raumklimas – mit zusätzlich maximal 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sind wir auf der richtigen Seite. Gut zu wissen: In beheizten Räumen liegt die Luftfeuchtigkeit übrigens generell etwas tiefer.

Ein Messgerät fürs Raumklima steht auf einem Tisch

Bild: Getty Images

2. Und wie kriegen wir das hin? Willkommen beim Stosslüften.

Wir kennen es alle, aber was bedeutet Stosslüften eigentlich wirklich? Ein bisschen Theorie: Bei komplett aufgerissenem Fenster dauert es laut den Elektrizitätswerken Zürich in der Regel 5 bis 8 Minuten, bis die Luft in einem Raum komplett ausgetauscht ist. Das bedeutet Stosslüften. Oder anders formuliert: Stosslüften ist ein Komplett-Luftaustausch während kurzer Zeit. Als Faustregel gilt: Zwei- bis dreimal am Tag lohnt sich der Aufwand. Das ist gut für den Sauerstoffgehalt – und üble Gerüche erledigen sich fast wie von selbst.

3. Querlüften in Kombination mit Stosslüften sorgt für den Extra-Frischekick.

Nicht alle können es, das ist klar. Doch wer kann, ist mit Querlüften gut beraten. Denn: Wer die Fenster von gegenüberliegenden Zimmern gleichzeitig bei geöffneten Türen aufmacht, der generiert einen Luftzug, der Schadstoffe oder überschüssige Luftfeuchtigkeit wegbläst.

Umfrage

Wie lüften Sie?

4. Und was ist mit dem Badezimmer und der Küche?

Hat das Bad ein Fenster? Dann bitte noch einmal kurz 2. und 3. durchlesen. Weil beim Kochen und beim Duschen am allermeisten Luftfeuchtigkeit entsteht und dies gesundheitsgefährdenden Schimmel fördert, braucht das Raumklima etwas mehr Unterstützung. Nach jedem Duschen oder Kochen. Wer kein Fenster hat, kann sich mit einem trockenen Lappen behelfen. Einfach die Oberflächen von überschüssigem Wasser befreien oder sich mit einem Fensterschaber anfreunden. Das hilft.

5. Das Schlafzimmer braucht eine Sonderbehandlung.

In den meisten Schlafkojen ist es etwas kälter als im Rest des Daheims. Deshalb können die Wände und Fensterrahmen besonders viel Feuchtigkeit abbekommen, weil an kalten Stellen die Luftfeuchtigkeit zu Wasser kondensiert. 2. und 3. helfen weiter.

6. Pro-Tipp: Die Möbel richtig hinstellen.

Aussenwände sind in der Regel etwas kühler als Innenwände. Das heisst, sie ziehen (wie im Schlafzimmer) die Feuchtigkeit besonders gut an. Der Pro-Tipp lässt sich einfach umsetzen: Die Möbel mit etwas Abstand zur Wand platzieren. Damit die Luft gut zirkulieren kann. Das beugt Schimmel vor. 

Schon gewusst?
Klimafreundliche-Filialen_Storytelling-Galerie_Mobile_04_1152x1536

Wie gut ist eigentlich eine Filiale der Migros gelüftet?

Sie haben in ihrer Migros noch nie ein offenes Fenster gesehen? Wir auch nicht. Das Raumklima in den Migros-Filialen ist trotzdem tipptopp. Denn: Es gibt Lüftungen, welche mit Luftqualitätssensoren gesteuert werden. Das heisst, es wird nur Frischluft zugeführt, wenn diese gebraucht wird. So garantieren wir eine perfekte Luftqualität ohne Dauerlüften.

7. «Aber da geht doch die ganze Wärme raus!» – Nicht unbedingt.

Es klingt unlogisch, aber auch beim Lüften können wir Energie sparen. Gekippte Fenster sind im Winter das No-Go für Lüftenthusiasten, Klimaschützerinnen und Energiewender. Besser ist es, die Fenstersimse komplett frei zu räumen, damit sich die Fenster ganz fürs Stoss- oder Querlüften öffnen lassen. Zweitens: Wer die Heizung hinter dicken Vorhängen versteckt, hindert die warme Luft am Zirkulieren. Das ist ineffizient.

8. Unnötige Luftfeuchtigkeit vermeiden.

Wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, kennt vermutlich das Problem – die nasse Wäsche muss irgendwo zum Trocknen hin. Häufig steht dann im Wohnzimmer die Wäschespinne als Frischkleiderlieferant auf unbestimmte Zeit. Warum das vor allem im Winter keine gute Idee ist? Trocknende Wäsche liefert extra Luftfeuchtigkeit. Und weil wir wissen, dass wir die 50-Prozentmarke für ein gutes Raumklima nicht überschreiten sollten, liegt es auf der Hand. Das ist keine gute Idee. 

9. Die Nebel- und Regenlüge.

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Wenn es draussen regnet oder ganz besonders neblig ist, gehören die Fenster zu. Sonst droht extra Luftfeuchtigkeit im Wohnraum. Das ist – mit Verlaub – Humbug. Draussen ist es trotzdem noch trockener als drinnen. Drum ruhig lüften. Aber richtig.

10. Zum Abschluss: Gut zu wissen für Bauprojekte

Neue Wohnungen oder Häuser mit besonders gut isolierter Hülle und Mehrfachverglasungen brauchen beim Lüften besonders viel Liebe. Der Grund? In Altbauten gibt es mehr Ritzen, die generell für etwas mehr Luftzirkulation sorgen. Das ist aus einer Energieperspektive nicht gut, aber gut zu wissen.

25.11.2021 – Text: Bettina Bendiner – Bilder: Getty Images

Schon gelesen?

Solarpanel Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Hauses, das an einem See liegt.

Energie und Strom sparen in Ihrem Zuhause

Mit einem Pinsel voll Farbe wird ein Holzregal aufgepeppt

Aus alt mach neu mit Upcycling

Klimafreundliche-Filialen_Page-Linking_480x480

Unsere klimafreundlichen Filialen

Ein Mädchen hält ein Glas mit Basilikum in der Hand

News, Projekte und Geschichten rund um die Nachhaltigkeit

Weiterführende Themen