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Migros - Ein M besser

Orte der Begegnung

Ob zum Einkauf, Essen oder in der Freizeit: In der Migros treffen sich ständig die unterschiedlichsten Menschen. Das Migros-Magazin hat einige von ihnen besucht. Was sie miteinander verbindet, und was die Migros im vergangenen Jahr hinter den Kulissen ihrer Treffpunkte geleistet hat, zeigen die folgenden 12 Begegnungen.

Text: Migros-Magazin

Vor der Prüfung in die Chickeria

Legende (de)

Bild: Dan Cermak

Was ist, wenn ein Steinbrocken auf die Frontscheibe eines Autos fällt?

Leah (18)

Was ist, wenn ein Steinbrocken auf die Frontscheibe eines Autos fällt? Sheryl (16), Blerina (16), Linda (16), Angelo (16) und Leah (18) diskutieren, ob der Schaden gedeckt wäre. Sie sind alle im ersten Lehrjahr bei der Zurich Insurance Group und müssen nach dem Mittagessen eine Prüfung über den Schulstoff des ganzen Semesters ablegen. Am besten hätten sie vor zwei Monaten mit Lernen begonnen, sagen sie. Aber bei den meisten ist es blöderweise später geworden. Das verdirbt ihnen aber weder Appetit noch Laune. Sie arbeiten in Kreuzlingen, Laufen, Luzern und Zürich und freuen sich immer auf die Lehrlingstreffen. In der Chickeria in Zürich Oerlikon essen sie gerne, weil es gut und günstig ist.

Chickeria in Zahlen & Fakten

  • In den 15 Chickeria-Filialen sind die Poulet Kebab-Snacks am beliebtesten: Über 750'000 Mal pro Jahr gehen sie über die Theken. Das Poulet stammt ausschliesslich aus der Schweiz.
  • In allen Chickerias zusammen werden jährlich 300 Tonnen Kartoffeln zu Pommes frites verarbeitet.
  • Über 120'000 Salate werden in den Chickerias jährlich verzehrt.

Die «Zehnerbande» im Restaurant von Bulle

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Bild: Mathieu Rod

Ich möchte nicht zu Hause versauern. Deshalb komme ich hierher, um gemeinsam ein paar gemütliche Stunden zu verbringen.

Geneviève (83)

Sie treffen sich an vier Vormittagen pro Woche an «ihrem» Tisch im Migros-Restaurant in Bulle, nur wenige von ihnen kommen seltener. Und die zehn Freunde im Alter von 53 bis 83 Jahren tun das schon seit Jahren. Geneviève, die Älteste, die schrittweise alle anderen zusammengetrommelt hat, Lydia, Michèle, Eliane, Edith, Marie-Claude und ihr Mann Joaquim, Evelyne, Marie-Rose und ihr Ehegatte Roger möchten diese Plauderstunde um nichts in der Welt verpassen. Und was verbindet sie? «Wir unternehmen auch sonst während der Woche einiges miteinander. Und sie alle haben sich sehr um mich gekümmert, als ich krank war.» – «Ich erinnere mich gut: Das war am 9. Juli, und ich habe dir Suppe vorbeigebracht.»  – «Alle Achtung! So schlimm kann es also mit eurem Alzheimer noch nicht stehen!» – «Marie-Claude und Joaquim sind die Jüngsten in unserer Gruppe. Ich nenne sie auch ‹unsere beiden Schätze›, weil sie immer da sind, wenn ich Hilfe brauche.»  – «Uns beiden Witwen tun diese Vormittage gut, zumal Herr Xenarios, der Leiter des Restaurants, ausgesprochen nett ist.» – «Ich möchte nicht zu Hause versauern. Deshalb komme ich hierher, um gemeinsam ein paar gemütliche Stunden zu verbringen.» – «Wir lachen viel und sind manchmal ein bisschen laut. Kein Wunder, dass sich einige Kunden lieber etwas weiter weg niederlassen!»

Migros-Restaurants in Zahlen & Fakten

  • 146'287 Gipfeli fanden im Jahr 2018 in den Migros-Restaurants der Region Neuenburg-Freiburg reissenden Absatz.
  • 610'012 Tassen Kaffee (das heisst Espresso, Ristretto, Cappuccino, Milchkaffees usw.) wurden 2018 in den Migros-Restaurants der Region Neuenburg-Freiburg verkauft.

Ein Tandem am Volkslauf

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Bild: Christian Schnur

«Wenn ich meinem Guide vertraue, so wie Micha, renn ich voll drauflos, durch einen Stoffbändel mit ihm verbunden.

Chantal Cavin (41)

Chantal Cavin (41) aus Bern ist seit ihrem 15. Lebensjahr blind. Dennoch läuft die kaufmännische Angestellte an Volksläufen in der ganzen Schweiz mit - zum Beispiel in Kerzers FR. Das geht nur, weil sie einen Tandempartner hat, der sie umsichtig leitet. «Wenn ich meinem Guide vertraue, so wie Micha, renn ich voll drauflos, durch einen Stoffbändel mit ihm verbunden. Gewisse Dinge müssen wir natürlich vorher absprechen. Etwa, dass ich auf meine Beine aufpassen muss, wenn er «Ast!» ruft, und dass dann nicht ein Hindernis von oben droht.

Dennoch kommt es manchmal zu lustigen Situationen. So stand ich einmal am Zürcher Silvesterlauf zusammen mit meinem Guide recht weit vorne im Startblock. Eine Mitläuferin meinte, wir als Tandem würden besser hinter dem grossen Feld losrennen, um nicht überrollt zu werden. Ich musste schmunzeln, denn ich wusste, dass wir zu den Schnelleren gehörten. Wir liessen dann das grosse Feld auch rasch hinter uns. Ich kann natürlich nicht mit den Profis mithalten, aber meine Marathon-Bestzeit liegt bei 3:14:11 Stunden.

Ich laufe im Moment jede Woche etwa 150 Kilometer, hinzu kommen zwei Tandemfahrten auf dem Velo. Deshalb habe ich 14 Guides. An Wettkämpfe begleiten mich aber nur deren vier. Damit es gut funktioniert, muss das totale Vertrauen da sein, das ist klar. Ansonsten lasse ich mich nur von jemandem führen, der selber Freude am Rennen hat. Ich will nicht, dass das jemand nur für mich tut. Ausserdem sollten wir beide etwa auf gleichem Niveau laufen. Einen blinden Menschen führen kann eigentlich fast jede Läuferin und jeder Läufer. Nur trauen es sich die meisten leider nicht zu - bis sie es mal versuchen.»

Mit Chantal würde ich auch rennen gehen, wenn sie nicht blind wäre.

Micha Güdel (29)

Micha Güdel (29), Medizinstudent aus Bern. Triathlet und Chantal Cavins Guide am Kerzerslauf: «Mit Chantal würde ich auch rennen gehen, wenn sie nicht blind wäre. Sie ist eine tolle Kollegin, der Sport verbindet uns seit vielen Jahren. Und da ich sowieso regelmässig trainiere, ist es für mich logisch, mit ihr zusammen loszuziehen. Dass wir uns dabei beide an einem Bändel festhalten, ist Nebensache. Wir haben immer Spass zusammen, auf Trainingsläufen schwatzen wir viel mehr über Privates als über die Laufstrecke. An Wettkämpfen ist das natürlich anders, da bleibt keine Luft zum Reden.

Die Herausforderung beginnt für mich nach 20 Kilometern: Dann wirds für mich anstrengend, während Chantal noch Reserve hat. Ich bin besser auf kürzeren Strecken, dann muss sie schauen, dass sie mitkommt. So ergänzen wir uns perfekt und haben stets beide einen Trainingseffekt. Nach all den gemeinsamen Läufen verstehen Chantal und ich uns wortwörtlich blind. Sie spürt es sofort, wenn ich mal unsicher bin - manchmal noch vor mir. Chantal ist auch sehr unkompliziert. Auf einem unserer allerersten Läufe sind wir als Erstes gleich auf dem Glatteis ausgerutscht. Sowas kann sie nicht aus der Ruhe bringen. Sie steht auf und läuft weiter.»

Wer als Sehbehinderter oder Guide einen Tandempartner sucht, ist bei Plusport, der Organisation für Behindertensport, willkommen: www.plusport.ch.

Migros-Sponsoring in Zahlen & Fakten

  • Der Kerzerslauf wird wie über 40 weitere Schweizer Volksläufe von der Migros gesponsert.
  • Insgesamt unterstützt die Migros jedes Jahr über 100 Anlässe in der Schweiz und erreicht damit bis zu drei Millionen Menschen. Sie konzentriert sich dabei auf Schwing-Events, Volksläufe, Festivals und Veranstaltungen für Familien und Kinder. Unter den gesponserten Anlässen sind Grossprojekte, im Sommer etwa das Eidgenössische Schwingfest in Zug, an dem 300'000 Festbesucher erwartet werden.
  • Eines der kleineren Projekte sind die Schwingschnuppertage. Sie bestehen aus etwa 100 Kleinveranstaltungen in der ganzen Schweiz. Insgesamt nehmen jedes Jahr ungefähr 1500 Kinder teil.

Essen und Geselligkeit im Familiencamp

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Bild: Mathieu Rod

Eine Freundschaft ist entstanden und seither haben wir regelmässigen Kontakt.

Vincent Adamo

Kochen, essen, begegnen, ausspannen, bewegen: Um diese fünf Aktivitäten drehen sich die von Kebab+, dem Gesundheitsförderungsprogramm des Migros-Kulturprozents, unterstützten Projekte. Darunter das von einem Verein aus Marly FR organisierte Familiencamp, das in Évolène VS stattfindet und der Geselligkeit viel Bedeutung zumisst. «Eltern und Kinder, alle kommen hier auf ihre Rechnung», schwärmt Vincent Adamo. In diesem Rahmen haben er und seine Frau Valérie an einem früheren Familiencamp Sandra und Stéphane Curty kennengelernt. «Eine Freundschaft ist entstanden und seither haben wir regelmässig Kontakt.» Was schätzen Sie neben den gemeinsamen Skiausflügen, dem Unterhaltungsprogramm für Kinder und den Jasspartien unter Erwachsenen? «Die Menüs sind besonders gepflegt und ausgewogen. Die Produkte sind frisch und alles ist handgemacht.»

Kebab+ in Zahlen & Fakten

  • Im Jahr 2018 hat Kebab+ 96 Projekte unterstützt.
  • Kebab+ bringt seit der Gründung 2008 über 30 000 Kinder und Jugendliche in Bewegung.

Massgeschneidertes Fitnesstraining

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Bild: Mathieu Rod

Wenn ich es nicht mehr aushalte, schreie ich ihn an. Aber wir amüsieren uns köstlich!

Rea Dario

Rea Dario, 51 Jahre alt, trainiert fleissig auf einem Rudergerät des Fitnessparks von Malley VD. Damit wärmt sie sich auf, bevor sie zu ernsteren Dingen übergeht: «Zurzeit bilde ich gerade einen Rettungshund aus. Deshalb trainiere ich zweimal pro Woche, um ihm bei Einsätzen folgen zu können.» Ziel: ein Jahr, um wieder in Form zu kommen und zehn Kilos abzunehmen. Um ihre Ziele zu erreichen, hat sie sich an den Personal Trainer Eric Coly gewandt, der ein massgeschneidertes Programm für sie zusammengestellt hat: Koordinationsübungen auf einem kleinen Trampolin, Stärkung der Muskeln mit einem Schlingentrainer, Übungen auf der Fitnessmatte… «Früher ging ich alleine joggen, aber dabei macht man immer dieselben Bewegungen. Mein Coach hat mir geholfen, Muskeln zu entdecken, die mir bisher unbekannt waren. Wenn ich es nicht mehr aushalte, schreie ich ihn an. Aber wir amüsieren uns köstlich!» Eric Coly, immer lächelnd und aufmerksam, korrigiert die Haltung und findet die richtigen Worte, um Dario zu ermutigen. Seine Philosophie: «Um der Müdigkeit zu widerstehen, muss man sich auspowern.»

Migros Fitness in Zahlen & Fakten

  • Die Migros hat 124 Fitnesscenter, darunter 17 Fitnessparks und 2 Aquaparks.
  • Migros Fitness zählt momentan 229’899 Mitglieder, davon 58’540 in den Fitnessparks.
  • Im Jahr 2018 wurden 13 Millionen Besuche gezählt.

Der Teamgeist der Medbase-Ärzte

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Bild: Mathieu Rod

Wir tauschen uns viel miteinander aus. Alle Teammitglieder können jede Kollegin und jeden Kollegen um ihre Meinung zur Behandlung eines Patienten fragen

Dr. Barroussel, Allgemeinmediziner

Mit ihrer modernen Atmosphäre und ihrem stets gut gefüllten Wartezimmer wirkt die Arztpraxis Medbase im Genfer Bahnhofquartier Cornavin wie ein kleines Spital. Nicht weniger als zehn Ärzte praktizieren hier und unterstützen sich tagtäglich bei ihrer Arbeit. «Wir tauschen uns viel miteinander aus. Alle Teammitglieder können jede Kollegin und jeden Kollegen um seine Meinung zur Behandlung eines Patienten fragen», so der Allgemeinmediziner Dr. Barroussel. «Wir besprechen uns kurz auf dem Gang, im Büro des einen oder der anderen oder in der Cafeteria. So können wir die Behandlungsqualität ständig verbessern und dauernd dazu lernen.» Der Kardiologe Dr. Moretti ergänzt: «Dank dieser räumlichen Nähe bekomme ich Patienten, die von meinen allgemeinärztlichen Kollegen an mich verwiesen wurden, sehr schnell zu Gesicht und kann ihnen ihre kardiologischen Fragen beantworten.» Diese Dynamik verbessert die Betreuung kranker Menschen. «Da alles zentralisiert ist, sinkt die Zahl der Patiententransporte», erklärt Dr. Barroussel. «Wenn ich zum Beispiel unsicher bin, ob ein Patient an die Notfallstation verwiesen werden muss, kann ich einen Kollegen um Rat bitten. So lässt sich möglicherweise der – für den Betroffenen zeitraubende und kostspielige – Transport ins Spital vermeiden.»

Medbase in Zahlen & Fakten

  • Medbase: In dieser Saison hat Medbase die 250 Dosen des Influenza-Impfstoffs für die Versorgung anfälliger Bevölkerungsgruppen des Kantons Genf, die vom SMPR (Service de médecine de premier recours des HUG) betreut werden, finanziert. Der SMPR ist für die Verwaltung zuständig.
  • Medbase konnte im vergangenen Jahr in Genf ein Wachstum von über 50 Prozent verzeichnen.

Bei m4music unter Vertrag genommen

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Bild: Christian Schnur

«Dann kam der Refrain, es wurde hell und farbig.»

Fabienne Schmuki

Fabienne Schmuki ist Co-Geschäftsführerin des Labels Irascible Records, das fünf Bands unter Vertrag hat, darunter das Zürcher Duo Wolfman. Dieses hatte 2013 den Song «All Is Random» an der Demotape-Clinic von m4music eingereicht. Fabienne sass damals in der Jury – und war von den beiden begeistert.

«Fünf Minuten später drückte sie uns ihr Kärtchen in die Hand.»

Katerina «Kate» Stoykova

Katerina «Kate» Stoykova spielt im Duo Wolfman Sythesizer und ist Sängerin. Sie war sprachlos, als sie damals die m4music-Demotape-Clinic in der Kategorie Pop gewann, hatte bei Fabienne aber sofort das Gefühl, dass es passen könnte. Sechs Jahre später kann sie mit Gewissheit sagen, dass der erste Eindruck nicht täuschte.

«Wir waren sehr offen und freuten uns.»

Angelo Repetto

Angelo Repetto spielt Gitarre und singt bei Wolfman. Seine Musik im Rahmen der Demotape-Clinic von fremden Menschen auseinandernehmen zu lassen, fiel ihm zunächst nicht leicht. Bei Fabienne hatte er den Eindruck, dass sie Wolfman auf Anhieb verstand. Der Beginn der bis heute währenden Zusammenarbeit gab der Band das nötige Selbstvertrauen, so richtig durchzustarten.

m4music in Zahlen & Fakten

  • In den vergangenen 20 Jahren sind über 15'000 Songs für die Demotape Clinics eingereicht worden.
  • Wer seit der Gründung 1998 mit dabei ist, hätte am m4music theoretisch schon 1000 Bands entdecken können.
  • Statistisch gesehen wird alle sieben Jahre eine Hotdogmaschine geklaut – also bisher deren drei.

Der Generationentreff am Jasstisch

Legende (de)

Bild: Dan Cermak

Das Turnier fördert die Kollegialität bei den Älteren und den Jungen.

Eugen Balmer (85) aus Basel, jasst seit 70 Jahren.

Im vollen Saal des Park im Grünen in Münchenstein BL herrscht gespannte Ruhe. Die Teilnehmer des Jassturniers blicken konzentriert in ihre Karten oder suchen den Blickkontakt zu ihrem Spielpartner. Nur beim Zählen oder zwischen den Runden wird geplaudert und gelacht. Ergraute Häupter mischen sich hier mit zarten Oberlippenbärtchen. Es ist der Generationenjass, der hier gerade stattfindet. Veranstalter ist das Migros-Kulturprozent. Mit dem Projekt will es den Austausch zwischen Jung und Alt ermöglichen und das Verständnis füreinander fördern.

Dass hier Alt gegen Jung spielt, finde ich cool.

Simon Dietler (14)aus Gempen SO jasst, seit er acht Jahre alt ist.

Generationenjass in Zahlen & Fakten

  • 2531 Personen haben seit der ersten Durchführung 2014 am Generationenjass teilgenommen.
  • Etwa 15'000 Spiele haben die Teilnehmenden an den Turnieren insgesamt gespielt.
  • 88 Jahre betrug der grösste Altersunterschied zwischen zwei Jasspartnern: Ein 94-jähriger Mann jasste mit seinem sechs Jahre alten Urenkel.

Im Malatelier lernen und plaudern

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Bild: Christian Schnur

So kunterbunt wie ihre Bilder ist auch die Gruppe, die sich jeden Donnerstag im Malatelier in der Klubschule Luzern trifft. Manche von ihnen gehören seit bald 15 Jahren dazu. Sie malen Kühe, Hühner, Rehe, Papageien, Elefanten, Landschaften, Herzen oder Afternoon Teas: einfach das, wonach ihnen gerade ist. Kommt jemand mit seiner Komposition auf der Staffelei nicht weiter, gibt die Kursleiterin Terry Achermann einen Tipp. So lernen alle nebenbei immer dazu. Besonders schätzen sie die tolle Atmosphäre. Über die Jahre sind Freundschaften entstanden: Man trinkt noch einen Kafi oder Apéro nach Kursende, vor den Sommerferien geniesst man gemeinsam eine Glace. Und auch im Atelier kommt der Austausch nicht zu kurz: Bei aller Konzentration wird auch viel geplaudert.

Klubschule in Zahlen & Fakten

  • 2018 fanden in der Klubschule 1294 Mal- und Zeichenkurse statt.
  • 4366 Kurse mit 27'942 Teilnehmenden hatte die Klubschule 2018 im Bereich Kreativität im Angebot, dazu gehören beispielsweise auch Kochkurse oder Musikkurse.

Familiäre Begegnung mit Kunst

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Bild: Dan Cermak

Die Gerüche sind teilweise zu wenig stark

Besucher Eva (11) und Nino (13)

Ein kalter Sonntagnachmittag: Im MigrosMuseum für Gegenwartskunst ist eine Familienführung angesagt. Viele Kinder und ihre Eltern betreten den dämmrigen Ausstellungsraum, wo geheimnisvolle Skulpturen aus durchsichtigen Folien stehen. Kunstvermittlerin Cynthia Gavranic lässt die Besucher eine Besonderheit der Werke entdecken: Sie sind sich nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Nase zu erleben, denn sie verbreiten Gerüche.

«Die ist cool gemacht»

Besucher Nino (13)

Zum Publikum gehören die Zürcher Kommunikationsexpertin Sabine Betschart (41) und ihre Kinder Eva (11) und Nino (13). Das Mädchen und der Bub sind interessierte, aber auch kritische Museumsbesucher: «Die Gerüche sind teilweise zu wenig stark», finden beide. Dafür entdecken sie in einem angrenzenden Raum ein Werk, das ihnen sehr gefällt: Auf einem Bildschirm tanzt eine Mangafigur. «Die ist cool gemacht», findet Nino. Und seine Schwester macht auf einem Teppich eine Auslegeordnung mit rätselhaften Fotos. Für die Familie ist am Ende klar: Einen solchen Museumsbesuch würden sie gern wieder erleben.

Der nächste Familiennachmittag im Museum findet am 14. April statt.

MigrosMuseum für Gegenwartskunst in Zahlen & Fakten

  • Rund 26'500 Besucher zählte das Museum im letzten Jahr.
  • Zu seiner Sammlung gehören 1400 Werke von 700 Künstlern.
  • Eine der grössten Arbeiten ist eine Gipspulver-Skulptur der Künstlerin Karla Black mit einer Fläche von 270 Quadratmetern und einem Gewicht von zwei Tonnen.

Die gute Seele im Supermarkt von Vésenaz

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Bild: Mathieu Rod

Wenn wir sie an einem Morgen nicht sehen, rufen wir sie an, um uns zu erkundigen, ob es ihr gut geht.

Hervé Ponthet, Filialleiter Migros-Supermarkt Vésenaz GE

Im kleinen Migros-Supermarkt von Vésenaz GE kennen und schätzen alle die 89-jährige Thérèse Matringe. Diese Frau aus Gruyère, die hier seit 20 Jahren jeden Tag ihre Einkäufe macht, sorgt für gute Laune, indem sie einer Verkäuferin zwischen zwei Regalen einen Kuss gibt und jeden Morgen einen kleinen Kaffee mit dem Manager trinkt.

Deshalb ist es nur logisch, dass Thérèse im Laufe der Jahre ein wenig die gute Seele des Ladens geworden ist. «Letztes Jahr wurde ich sogar zur Personalweihnachtsfeier eingeladen», erinnert sich Thérèse. Und Hervé Ponthet, Leiter der Filiale, fährt fort: «Wenn wir sie an einem Morgen nicht sehen, rufen wir sie an, um uns zu erkundigen, ob es ihr gut geht. Eines Tages hat ein Mitarbeiter ihr sogar die Einkäufe nach Hause gebracht, weil sie sich nicht wohlfühlte.»

Letztes Jahr wurde ich sogar zur Personalweihnachtsfeier eingeladen

Thérèse Matringe (89)

Einkaufen in der Migros in Zahlen & Fakten

  • Im Jahr 2018 haben sich dank der Kampagne «Die Migros gehört den Leuten» 26 758 Kunden entschieden, Migros-Genossenschafter zu werden.
  • Das sind viermal mehr als 2017.
  • Unterdessen hat die Migros gesamthaft über 2,2 Millionen Genossenschafter.

Die Migros-Kenner

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Bild: Dan Cermak

Die kleine Gruppe ist sich einig: Die Bio-Choco-Dinkel-Sablé sind gelungen. «Die Schokoladenstücklein im Teig haben die richtige Grösse und ein starkes Aroma», finden Nadya Gloor (39) und ihr Bruder Reto (43). Die Geschwister aus Wettswil am Albis ZH müssen es wissen – beide sind Bäcker und Konditoren. Zusammen mit dem pensionierten Informatiker Alfred Honegger (69) aus Lamboing BE haben sie sich im Migros-Personalrestaurant am Zürcher Limmatplatz getroffen, um gemeinsam neue Produkte zu degustieren. Alle drei sind engagierte Mitglieder von Migipedia – der Migros-Konsumentenplattform.

Viele registrierte Nutzer tauschen sich nur online aus, doch manche treffen sich und werden mit der Zeit Kollegen, so wie Honegger und die Geschwister Gloor. Die ganze Community bewertet und kommentiert Produkte und macht Migipedia so zu einem wertvollen Migros-Onlinelexikon von Kunden für Kunden.

Migipedia in Zahlen & Fakten

  • Die Konsumenten-Plattform der Migros hat 138 000 registrierte Nutzer.
  • 70 000 Produkte können online bewertet werden.
  • 82 Lebensmittel hat die Migros-Industrie dank Ideen von «Migipedianern» neu entwickelt – darunter Blévita mit Gruyère AOP oder Sirup mit Mojito-Aroma.